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Gartenprojekt mit Arbeitslosen Gemüseernte in Ganderkesee soll an Tafel gespendet werden

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 06.07.2016, 16:22 Uhr

Beim Werkstattprojekt der Ländlichen Erwachsenenbildung in Ganderkesee gibt es auch den Bereich Gemüseanbau. Die Ernte soll an die soziale Einrichtung Tafel gehen.

Tomaten, Kartoffeln, Erbsen, Bohnen, Paprika, Zucchini, Auberginen und Kohl – das alles haben Teilnehmer des Gartenprojekts der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) an der Schulze-Delitzsch-Straße in Ganderkesee in den vergangenen Monaten gepflanzt, gehegt und gepflegt. Ein paar Auberginen haben die Männer bereits geerntet und unter sich aufgeteilt. „Die größeren Mengen sind allerdings für den guten Zweck gedacht“, informiert Willi Albers, Standortleiter des LEB-Werkstattprojekts . Ziel sei es, die Ernte kostenlos der sozialen Einrichtung Tafel zu übergeben.

Kontakt mit Tafel knüpfen

Derzeit bestehen laut Albers durch andere LEB-Projekte Kontakte zur Tafel in Wardenburg. Nach den Sommerferien möchte er sich dann mit der Ganderkeseer Tafel in Verbindung setzen, um sie zu beliefern – „wenn sie denn will“.

Fünf Projekte für Langzeitarbeitslose

Das Gartenprojekt ist nur eines von fünf Projekten, in dem seit Anfang Februar 25 Langzeitarbeitslose beschäftigt sind, die sich durch ihre Tätigkeiten bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhoffen. Diese Zahl soll bis August auf 30 erhöht werden, so Albers, der die Frauen und Männer nicht nur beim Gemüseanbau, sondern auch in den Bereichen Textil, Fahrrad-, Medien- und Holzwerkstatt betreut.

Gemüseanbau auf 500 Quadratmetern

Wegen der Witterung begann das Gartenprojekt erst Ende März. Auf der rund 1500 Quadratmeter großen Wiese zwischen den Werkstätten und der Firma Elektro Reiners sind zunächst auf einem Drittel der Fläche Beete entstanden. Dazu gibt es einen Folientunnel und ein Gewächshaus, das bei einem LEB-Projekt in Aschhauser Feld bei Bad Zwischenahn nicht mehr benötigt und in Ganderkesee aufgebaut wurde. Außerdem werden derzeit drei Hochbeete hergestellt, die für sogenannte Starkzehrer wie Kürbis, Gurke und Zucchini gedacht sind.

Drei Kartoffelfelder

„Jetzt wollen wir mal sehen, wie die erste Ernte überhaupt ausfällt“, so der LEB-Standortleiter. „Wir können sicherlich noch keine Riesenmengen erwarten. Aber das wird wohl in den nächsten Jahren mehr werden.“ Immerhin, so glaubt Albers, dürften auf den drei Kartoffelfeldern durchaus ein paar Zentner Kartoffeln wachsen.

An größeres Sortiment gedacht

Ziel sei es, in den nächsten Jahren auch die weiteren Flächen zu bewirtschaften und das Gemüse- und Obstsortiment zu vergrößern: Erd-, Stachel- und Johannisbeeren gibt es schon, Brombeeren sollen in Kürze folgen – und eventuell auch Obstbäume. „Allerdings müssen wir daran denken, dass dieses Projekt zeitlich begrenzt ist“, sagt Albers. Dann müsse das Grundstück wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden – es sei denn, der Vermieter sei mit Obstbäumen auf der Wiese einverstanden.

Wie lange das Projekt tatsächlich dauern wird, weiß Albers nicht. Er sei aber ganz zuversichtlich. Schließlich würden auch andere LEB-Projekte erfahrungsgemäß sieben Jahre und länger laufen.