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Gastronomie im Ortskern In Ganderkesee wird aus Gustav die GenussBAR

Von Thomas Breuer | 23.03.2016, 15:45 Uhr

Gustav geht, die GenussBAR kommt. Bei der Neuausrichtung seines Lokals im Ortskern vertraut Betreiber Tobias Porten künftig auf die späteren Stunden des Tages.

Drumherum reden hilft nicht: Das am Knick gelegene Lokal Gustav hat auch unter seinem dritten Betreiber seit der Eröffnung im September 2011 noch nicht in die Erfolgsspur gefunden. Deswegen wird der Name im Mai verschwunden sein und bereits ab April mit neuen Öffnungszeiten auf eine Neupositionierung als reines Abendlokal hingesteuert.

Seit zehn Jahren in der Gastronomie zuhause

Tobias Porten, seit Februar 2015 Betreiber des Lokals im Ortskern, ist zwar erst 29, aber schon ein Jahrzehnt in der Gastronomie zuhause. Den Großteil davon verbrachte er an der Schlachte in Bremen, wo er zuletzt „Café & Bar Celona“-Betriebsleiter war. Mit seiner Lebenspartnerin und dem Nachwuchs ist er heimisch in Ganderkesee, hier hat er seit nunmehr einem Jahr versucht, das Steuer im Gustav herumzureißen. Allen Widrigkeiten zum Trotz, als da wären in erster Linie zwei Wechsel in der Küche. Mit Koch Bendikt Stolle, der vom Nordenholzer Hof in Hude kam , wähnt er nun den richtigen Mann im Team.

Harter Wettbewerb zur Mittagszeit

Porten sagt, dass für ihn etwas anderes, als auf frische und gern auch regionale Zutaten zu setzen, nicht in Frage komme. „Das kann ich dann natürlich auch mittags nicht für 5,50 Euro anbieten“, stellt er klar. Ein Preisgefüge, dass die italienische Pasta- und Pizza-Branche mit weniger kostenintensiven Zutaten ein paar Meter weiter als Einstieg in den Mittagstisch aber zu halten versucht.

Unter neuer Flagge am Start

Die K&P Gastro GmbH, offiziell Betreiberin des Lokals, steckt weiter im vorläufigen Insolvenzverfahren – ein Kapitel, das Ende April abgeschlossen sein soll. Nach einer Pause von wahrscheinlich wenigen Tagen plant Porten, im Mai unter neuer Flagge an den Start zu gehen, mit der GenussBAR. Das Ganztagskonzept des Gustav wird im Zuge eines sanften Übergangs schon ab Anfang April weichen, statt dessen wird montags bis samstags erst um 17.30 Uhr geöffnet und der Sonntag zum Ruhetag ausgerufen. Mit Cocktails, Weinen und guter Küche möchte Porten sein Haus künftig als Adresse für schöne Abende positionieren und der Einschätzung entgegentreten, es sei mehr ein Restaurant als alles andere. Auch Live-Musik und thematisch ausgerichtete Menüabende sollen verstärkt angeboten werden.

Der Chef selbst wirft die Angel aus

Gutes Essen soll natürlich auch in der GenussBAR dazugehören. Dafür wirft der Chef sogar selbst die Angel aus. Mit Koch Benedikt Stolle fischt er in Habbrügge inzwischen regelmäßig selbst Forellen, die nach Müllerin-Art denkbar frisch auf den Tisch kommen.