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Gastronomie in Ganderkesee Mieter gesucht für Gasthof in Hengsterholz

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 03.07.2017, 17:17 Uhr

Hinter der Wildwest-Kulisse des Gastronomiebetriebs in Hengsterholz tut sich zurzeit nichts. Die Eigentümer suchen nach einem Mieter.

„Dauerhaft geschlossen“ heißt es im Internet über das Restaurant „White Buffalo“ an der Bundesstraße 213 in Hengsterholz. Die Auskunft wird vom äußeren Eindruck bestätigt: Seit Monaten ändert sich hier gar nichts.

Mieter gesucht

„Wir suchen nach einem Mieter. Wenn er gefunden ist, geht es weiter, und die Öffentlichkeit erfährt, wie“, heißt es bei Getränke Nordmann in Wildeshausen. Der Gasthof auf halber Strecke zwischen Delmenhorst und Wildeshausen befindet sich seit 250 Jahren im Besitz der Familie Nordmann.

Wildwest-Fassade

Cowboys auf dem Rücken von Pferden und Rindern, ein weißer Büffel: Standbilder zeugen von den jüngsten Versuchen, dem Jahrhunderte alten Traditionslokal auf dem Lande eine Zukunft mit Event-Gastronomie zu verschaffen. Der weiße Büffel war mit dem zuvor als Hochzeitsplaner fernsehbekannte Remo Waldt mitgebracht.

Ruhe seit Sommer 2016

Waldt, gelernter Koch mit Erfahrungen aus der Event-Gastronomie, persönliches Markenzeichen breit gerahmte Brille, so weiß wie der Büffel, ist im November 2015 in Hengsterholz als Betreiber ins Restaurantgeschäft eingestiegen. Sein „White Buffalo“ mit amerikanisch gefärbter Küche ist nach einem halben Jahr wieder geschlossen worden. Seitdem wurden hier keine Gäste mehr bewirtet, und die Familie Nordmann sucht via Internet einen Mieter.

Zuletzt schnelle Wechsel

Cowboys, Pferde und Rinder vor der Tür und auch die auf Amerikanisch getrimmte Speisekarte stammen aus der Zeit der Texas River Ranch. Die Farmhouse Gastronomie war 2014 als Pächter eingestiegen und ein knappes Jahr später in ein Insolvenzverfahren gegangen.

Landgasthof seit 2013 Geschichte

Die 36 Jahre davor, von 1977 bis 2013, hatte die Familie Bach die Gaststätte mit Saal und Restaurant als Landgasthof Segelken betrieben. Bei Kohlfahrten und Familienfeiern stand Wirt Ulrich Bach vielfach als „XXL-Ulli“ selbst als Sänger und Entertainer auf der Bühne. Der Generationswechsel zur Tochter und zum Schwiegersohn schloss sich letztendlich fürs Wirtepaar Ulrich und Elke Bach am hohen Investitionsbedarf aus.

Umgestaltung pausiert

Investiert worden ist inzwischen einiges, im Haus und auch in die Gestaltung von außen. Unter anderem ist der vom Schützenverein Hengsterholz-Havekost genutzte Schießstand abgerissen worden. Anderes wie das Anlegen eines Sommergartens und eines Streichelzoos ist bisher Ankündigung geblieben.