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Geburten-Statistik in der Gemeinde 2017 in Ganderkesee mehr Babys als in 13 Jahren zuvor

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 06.01.2018, 15:18 Uhr

Die positive Entwicklung ist unübersehbar: Es gab 2017 mehr Babys in der Gemeinde Ganderkesee als in 13 Jahren zuvor. Bislang wurden 273 Geburten gemeldet. Es können aber noch mehr werden. 2016 hatte es mit 252 ebenfalls schon eine hohe Zahl an neuen jungen Bürger gegeben. Allerdings gab es auch mehr Sterbefälle.

Der positive Trend bei den Geburtenzahlen hat sich auch im vergangenen Jahr in der Gemeinde Ganderkesee fortgesetzt. Darauf weist Christian Hallanzy, Fachdienstleiter Bürgerbüro, hin. Bislang seien für das vergangene Jahr 273 Geburten gemeldet worden. Die endgültige Zahl stehe aber noch nicht fest, „weil die allermeisten ,Ganderkeseer‘ Kinder zum Beispiel in Delmenhorst, Bremen und Oldenburg geboren werden und sich das Ausstellen von Geburtsurkunden durch einige Standesämter derzeit etwas hinzieht“, so Hallanzy. Laut Gemeindesprecher Hauke Gruhn war die Zahl der Geburten 2017 so hoch wie seit 2004 nicht mehr.

Von Geburtenzahlen der 60er-Jahre weit entfernt

2016 seien in der Gemeinde 252 Geburten registriert worden. 2015 und 2014 habe es mit 254 beziehungsweise 252 Geburten fast gleich viele gegeben, 2013 seien 225 und im Jahr davor 215 gemeldet worden. Und 2011 standen lediglich 195 auf der Liste der neuen jungen Bürger. Trotz der derzeitigen positiven Entwicklung ist die Gemeinde laut Hallanzy von den Geburtenzahlen der 60er-Jahre noch weit entfernt: „Bis etwa zum Jahr 2000 wurden oft noch mehr als 300 Geburten verzeichnet.“

Mia am beliebtesten

Bei der Namenswahl für die Mädchen war Mia am beliebtesten. Es gab fünf Nennungen, teilweise in Verbindung mit einem weiteren Vornamen. Es folgten Lina mit vier Nennungen sowie Anna, Emilia, Ida, Jette, Lia und Paula (jeweils dreimal). „Vorjahressiegerin“ Sophia kam nur auf zwei Nennungen. Außergewöhnliche Mädchennamen waren nach Angaben von Hallanzy Florida Beate, Holly Isabelle oder Madison Madlen. Bei den Jungen gab es folgende Reihenfolge: jeweils dreimal Henry, davon jeweils zweimal in Verbindung mit einem weiteren Vornamen, Louis und Max. Je zwei Nennungen, teilweise mit weiteren Vornamen, gab es für Felix, Leon, Linus, Luke, Moritz, Paul und Till. Sieht man von der unterschiedlichen Schreibweise ab, hatte allerdings Finn/Fynn (vier Nennungen) die Nase knapp vorne. Außergewöhnliche Jungennamen waren beispielsweise Ebbe Oscar, Junis Mateo, Tilo Tiberius oder auch Wotan Maria.

Deutlich mehr Sterbefälle

Es gab mehr Geburten gegenüber den zurückliegenden Jahren, aber auch mehr Sterbefälle. Für 2017 ermittelte die Gemeinde insgesamt 397 Fälle. Das sind mehr als in den Vorjahren (2016: 350; 2015: 328, 2014: 361, 2013: 372). „Diese Zahlen lassen sich zum Teil durch die demografische Entwicklung erklären. Eine Rolle spielt aber auch die Tatsache, dass Todesfälle im Hospiz in Falkenburg in der Gemeinde Ganderkesee beurkundet werden, auch wenn einige Verstorbene von auswärts stammen“, erläutert der Gemeindesprecher.

Einwohnerzahl höher

Die Einwohnerzahl in der Gemeinde ist auf inzwischen 31.588 leicht gestiegen – und zwar ohne Nebenwohnsitze. „Das hängt damit zusammen, dass es deutlich mehr Zuzüge als Wegzüge gibt“, so Gruhn. Den 1565 Wegzügen hätten 2017 insgesamt 1701 Zuzüge gegenübergestanden.

 Zur Statistik in der Gemeinde Ganderkesee lesen Sie hier weiter.