Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Gedenkjahr für Arp Schnitger Kalender und viele Konzerte zu Ehren des großen Orgelbauers

Von Dirk Hamm | 26.01.2019, 12:47 Uhr

Kalender, Konzerte, Meisterkurs: In der oldenburgischen Landeskirche wird in diesem Jahr auf vielfältige Weise an den Orgelbaumeister Arp Schnitger erinnert, der vor 300 Jahren starb.

In diesem Jahr jährt sich der Todestag des bedeutenden Orgelbauers Arp Schnitger zum 300. Mal. Aus der Werkstatt des in der Zeit des Barock wirkenden Meisters stammt unter anderem die imposante Orgel in der Ganderkeseer Kirche St. Cyprian und Cornelius. Aus Anlass des 300. Todestages erinnert auch die oldenburgische Landeskirche an Arp Schnitger, der im heutigen Braker Stadtteil Schmalenfleth geboren wurde und zeitlebens seiner oldenburgischen Heimat sehr verbunden war. Nicht nur Orgeln aus seiner Werkstatt, sondern auch Instrumente von Zeitgenossen, Vorgängern, Schülern, Gesellen und Konkurrenten gibt es im Jubiläumsjahr zu bestaunen.

Kalender stellt zwölf historische Orgeln vor

Anlässlich des Arp-Schnitger-Gedenkjahres hat die oldenburgische Kirche unter dem Motto „Was steht dahinter?“ einen Orgelkalender gestaltet. Zwölf der wichtigen historischen Orgeln auf dem Gebiet der oldenburgischen Kirche, von denen die Hälfte bereits restauriert werden konnte, werden darin vorgestellt. Beim optischen Vergnügen soll es aber nicht bleiben, deshalb gibt es zu dem Kalender auch eine Konzertreihe mit dem Titel „Was klingt denn da?“. In den monatlichen Konzerten werden die Instrumente von Kantoren der oldenburgischen Kirche sowie Gastorganisten zum Klingen gebracht. Auch ein Kinderorgelkonzert für die spezielle Aufführung an historischen Instrumenten wurde in Auftrag gegeben und soll mehrfach aufgeführt werden.

Eine Fülle an Veranstaltungen

„Wer sich auf den Weg macht, um die Konzerte zu erleben, wird den Titel der Reihe und des Kalenders nachvollziehen können: Nicht immer klingt eine Orgel, wie sie aussieht. Gerade in der oldenburgischen Orgellandschaft gibt es Instrumente, die auf eine Restaurierung warten, damit das Äußere und der Klang wieder zueinander passen“, heißt es in einer Ankündigung der oldenburgischen Landeskirche.

In Ganderkesee wird Arp Schnitger mit einer Fülle an Veranstaltungen gewürdigt. Beginnend am 1. Februar heißt es immer am ersten Freitag des Monats um 16 Uhr in der Kirche St. Cyprian und Cornelius „30’ Schnitger“. Die halbstündigen Konzerte bei freiem Eintritt werden von wechselnden Gastmusikern gestaltet, auch Kreiskantor Thorsten Ahlrichs wird selbst an der Orgel sitzen. Am Dienstag, 12. März, ist diese Kirche ab 19 Uhr Ort des Auftaktkonzerts für das Orgeljahr 2019 unter dem Motto „Hoch empor – Orgeln in Niedersachsen“. Karten sind für zehn Euro im Kirchenbüro und im Bioladen „Kornkraft“ erhältlich.

Meisterkonzerte mit Spezialisten der alten Musik

Zu den Höhepunkten des Schnitger-Gedenkjahres gehören in Ganderkesee vier Meisterkonzerte im Sommer. Dazu konnte Ahlrichs führende Spezialisten auf dem Gebiet der alten Musik aus Kopenhagen, Amsterdam, Hamburg und Danzig gewinnen. Die Termine sind jeweils Sonntag, 18 Uhr, am 16. und 30. Juni sowie 14. und 28. Juli. Karten gibt es an der Abendkasse für zehn Euro.

Bereits im April stehen wieder die Schnitger-Tage in St. Cyprian und Cornelius an. Auf dem Programm stehen dabei Orgelführung und Kurkonzert mit Thorsten Ahlrichs am 6. und 13. April, jeweils 11 Uhr, ein Konzert mit dem Duo Zia (Jazztrompete und Orgel) am 6. April, 19.30 Uhr, die Lange Tastennacht am 12. April von 20 bis 24 Uhr, mit kurzen Konzerten, Lesung und kulinarischen Kleinigkeiten sowie am 13. April, 19.30 Uhr, die „Leçons de Ténèbres“ von François Couperin, präsentiert vom Kreiskantor und den Sopranistinnen Manja Stephan und Anne Richter.

Abgerundet wird der Veranstaltungsreigen zu Ehren Arp Schnitgers mit einem zweitägigen Orgelmeisterkurs mit Léon Berben am 6. und 7. Mai.