Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Geflügelpest: Tierdichte zu hoch Kreis Oldenburg schränkt Haltung von Geflügel ein

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 24.03.2017, 16:36 Uhr

Weil die Geflügelpest in einem noch nie da gewesenen Maße, insbesondere in den Kreisen Cloppenburg und Oldenburg, um sich greift, schränkt der Landkreis Oldenburg nur die Haltung von Geflügel ein. Ziel ist eine nachhaltige Reduzierung der Geflügeldichte.

Die Kreisverwaltung wird in den ausgewiesenen Beobachtungsgebieten bis auf Weiteres keine Wiederaufstallung von Puten, Enten und Legehennen zulassen.

Kreis: Tierbestände sind zu hoch

Hintergrund ist es laut Verwaltung, den Viren keine weiteren Angriffsflächen zu bieten, indem die vorhandenen Tierbestände ausgedünnt werden.

Veterinäramt: Wildvögel vielleicht nicht alleinige Virenüberträger

„Grundlage für unsere Entscheidung ist eine von uns vorgenommene Risikobewertung,“ betont Dr. Carsten Görner, Leiter des Kreis-Veterinäramtes.

Ungeklärt sei, ob bei der derzeitigen Ausbreitungstendenz der Seuche neben dem anzunehmenden initialen Eintrag durch Wildvögel auch noch andere Aspekte die Verbreitung begünstigen.

Dabei komme der Geflügeldichte in den betroffenen Gebieten ein wesentlicher Aspekt zu, heißt es. Der Gesetzgeber ermögliche im Fall der Geflügelpest ein Verbot der Wiedereinstallung schon ab einer Dichte von 500 Stück Geflügel je Quadratkilometer.

Kreisweit höchste Geflügeldichte in Großenkneten

In der Gemeinde Großenkneten, in der die Seuche jüngst wiederaufflammte, sind es laut Kreisverwaltung sogar 12093 Stück pro Quadratkilometer.

Nachhaltige Reduzierung der Geflügeldichte wird angestrebt

„Wir erreichen eine schnelle und gleichzeitig nachhaltige Reduzierung der Geflügeldichte am besten, wenn nicht sofort neues Geflügel wiedereingestallt wird“, ergänzt Dr. Dirk Claussen, Abteilungsleiter Tierseuchenbekämpfung beim Veterinäramt des Landkreises Oldenburg.