Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Gemeinde bewertet Öffentlichkeitsarbeit Zeitung wichtigster Kanal für Bürgerinfos in Ganderkesee

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 11.07.2017, 19:19 Uhr

Tageszeitung schlägt Facebook und Co: Wichtigster Kommunikationskanal für die Verwaltung bleibt die Printberichterstattung. Das belegt eine aktuelle Auswertung der Gemeinde.

Trotz der zahlreichen Möglichkeiten im Internet und der Vielfalt von Social Media bleibt die Printberichterstattung in Tageszeitungen wichtigster Kommunikationskanal für die Gemeinde. Das stellt die Verwaltung in ihrer am Dienstag veröffentlichten Auswertung fest.

Facebook zweitrangig

Dahinter sei Facebook inzwischen aber zum zweitwichtigsten Kommunikationskanal geworden, heißt es.

Ihr Social-Media-Angebot hat die Verwaltung in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut: Neben Facebook gibt es auch Angebote auf Twitter, Youtube und Instagram. Der im Dezember 2010 eingerichtete Facebook-Auftritt kam zunächst schleppend ins Rollen. Regelmäßig aktiv genutzt wird er erst seit Mai 2012. „Damals hatten wir genau 79 Fans“, blickt Gemeindesprecher Hauke Gruhn zurück.

Instrument der Bürgernähe

Mittlerweile ist Facebook für die Verwaltung aber auch zu einem wichtigen Rückkanal und zusätzlichen Instrument der Bürgernähe geworden: „Wir können daraus immer wieder nützliches Feedback ziehen“, so Gruhn. So seien über Facebook etwa Wünsche von Eltern für die Neugestaltung eines Spielplatzes in Bookholzberg ermittelt worden.

Virtuelle „Fangemeinde“ zählt 1595 Mitglieder

Die virtuelle „Fangemeinde“ hat sich von einst 79 auf aktuell 1595 Nutzer erhöht. Mit einzelnen Posts seien bereits mehrfach über 10.000 Menschen erreicht worden. Der Trend, dass der Anteil der Jugendlichen auf Facebook stagniert oder abnimmt, spiegelt sich laut dem Sprecher auch im Auftritt der Gemeinde wider: „Die ganz jungen Leute von 13 bis 17 machen einen eher kleinen Teil aus“, so Gruhn. Aktuell seien es gerade drei Prozent. Mit elf Prozent stärker repräsentiert ist den Aufzeichnungen zufolge die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen. Den allergrößten Zuspruch erfahre der Facebook-Auftritt aber durch die 25- bis 44-Jährigen. Diese machten 54 Prozent aller „Fans“ aus.

Nur wenige Senioren im Netz unterwegs

Der Anteil der Senioren bleibt bislang gering: Nur vier Prozent der „Fans“ gehören demnach zur Altersgruppe ab 65 Jahren. Das Geschlechterverhältnis hat sich derweil umgekehrt: 55 Prozent der „Fans“ sind weiblich. Besonders hoch ist ihr Anteil in der Gruppe der 25- bis 34-Jährigen (62 Prozent).

Das weltweite Interesse an Ganderkesee ist noch ausbaufähig: Die allermeisten „Fans“ kommen aus Deutschland, meist direkt aus Ganderkesee oder der Region.

Ganz so aktiv wie auf Facebook nutzt die Verwaltung den Kurznachrichtendienst Twitter noch nicht: Seit dem ersten „Tweet“ im März 2016 wurden noch 56 weitere Kurznachrichten versandt. 77 „Follower“ verfolgen das Angebot regelmäßig. 66 eher junge Abonnenten hat der erst im Januar 2017 eingerichtete Instagram-Auftritt.

Ganderkesee-App begehrt

Besser angenommen wird die Ganderkesee-App. Seit Sommer 2014 wurde sie von 2652 Nutzern heruntergeladen.