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Gemeinsam unter einem Dach Alte Schule in Bookhorn bietet vielen ein Zuhause

Von Thomas Breuer | 17.03.2016, 19:28 Uhr

Bis zu ihrer Schließung Mitte 1966 war die Schule in Bookhorn ein öffentlich genutztes Haus, und das bleibt sie auch nach dem Auszug des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vor rund einem Jahr.

Mehrere Vereine und Verbände teilen sich die gemeindeeigenen Räumlichkeiten und pflegen dabei ein gutes Miteinander. Davon haben sich Vertreter der FDP am Donnerstagnachmittag bei einem Besuch vor Ort überzeugt.

SG Bookhorn musste ihr altes Vereinheim aufgeben

Jüngster Zugang im Haus ist die SG Bookhorn mit ihren 180 Mitgliedern, die ihr unweit gelegenes Vereinsheim hatte aufgeben müssen, nachdem dort, wie Vorsitzender Maik Scherschanski berichtete, Eigenbedarf angemeldet worden war. Die Sportgemeinschaft nutzt jetzt zwei durch eine Schiebetür getrennte größere Räume, hat dort einen Tresen installiert und anderes mehr in Eigenleistung aufgehübscht. „Wir fühlen uns wohl“, sagte Scherschanski. „Jetzt sind wir gerade dabei, die Elektrik zu verfeinern.“

Mit 50 Mitgliedern sind auch die Taubenzüchter der Reisevereinigung Delmenhorst und Umgebung von 1924 auf dem Areal zuhause. „Wir haben uns zwei Doppelgeragen für unsere Zwecke zurechtgebogen“, sagte Vorsitzender Rainer Herbst.

Dorfgemeinchaft hält den Apfelgarten in Schuss

Auf 150 Mitglieder kommt die Dorfgemeinschaft Bookhorn, die vor allem für das Kulturgut der Geselligkeit steht. Man sei gerne bereit gewesen, einen Raum an einen Verein abzugeben, „der es nötiger hat als wir“, sagte Vorsitzender Carsten Busch mit Blick auf die SG Bookhorn. Die Dorfgemeinschaft hat seit Jahren großen Anteil am Herrichten des Apfelgartens, der auch in diesem Jahr Schauplatz eines Sommerfestes sein soll. „So trägt jeder seinen Teil bei“, sagte Busch. „Eine Hand greift in die andere.“

Bereits seit Anfang der 1980er Jahre residiert die DLRG-Ortgruppe Ganderkesee mit heute 420 Mitgliedern im Haus. Sie hat nach dem DRK-Auszug Räumlichkeiten dazu bekommen und befindet sich, wie Vorsitzender Heiko Girke ausführte, „mitten in der Umgestaltung – alles in Eigenleistung in mit Eigenmitteln“.

Gutes Miteinander unter einem Dach

„Das Gebäude hat was“, meinte Gerold Porth, Vorsitzender des Sozialverbandes (SoVD) Ganderkesee. Der Verband mit heute 300 Mitgliedern sei dort schon viele Jahre beheimatet und „froh, dass wir bleiben können“. Auch er bewertete das Miteinander im Hause als sehr gut.

Einzig die Guttempler sind im Zuge der Umnutzung nun nicht mehr im Hause zu finden, sondern künftig im Jugendzentrum Trend.

Einen Wunsch gaben die Vereine den Politikern auch noch mit auf den Weg. Sie möchten gerne einen Durchbruch mit Tür vom großen Tresenraum zum Garten mit entstehender Terrasse.

Ein anderer Umbau ist bereits beschlossene Sache. Im Gebäude wird auch eine Wohnung für Flüchtlinge eingerichtet.