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Generalprobe für die Ganderkeseer Büttenabende Stimmungsrakete zündet im zweiten Teil voll durch

Von Thorsten Konkel | 14.02.2019, 15:32 Uhr

Ganderkesee Bunt, stimmungsvoll und bestens vorbereitet: So soll am Freitagabend, 15. Februar, in Ganderkesee am Steinacker die Premiere der Büttenabende ablaufen. Dafür haben die Aktiven intensiv geprobt.

Die 50er sind voller Rock and Roll, in den 60ern verwirren sexy Bond-Girls gut gekleidete Geheimagenten, Pilzköpfe stehen Gitarre spielend auf der Bühne. Die 70er glitzern heiß im Discofieber, das von den Ex-Prinzenpaaren auf das Publikum übergreift. Die 1980er enden mit der deutsch-deutschen Wiedervereinigung, und in den 90ern ist schlechter Bekleidungsgeschmack salonfähig.

Es wird eine turbulente Zeitreise, auf die Moderator Markus Weise am Freitagabend, 15. Februar, seine Gäste beim ersten von vier Büttenabenden in der Festhalle am Steinacker mitnehmen wird. Das Programm, bei dem sich Newcomer wie „DeLive“ mit alten Hasen wie den „Bookhorn Allstars“ oder dem stets grantigen Baron vom Ganterteich nahtlos und professionell abwechseln, ist eines der besten der letzten Jahre.

Kunterbunte Schau

Wie gewohnt nimmt die stets kunterbunte Schau im Laufe des Abends so richtig Fahrt auf. Akrobatische Tanzeinlagen, Medleys und Gesang heizen die Stimmung auf der Zeitreise immer weiter an – das hat drastische Folgen für den Spielmannszug: „Hölle, Hölle, Hölle“, mag sich mancher Gast fragen, wenn Dirigent Dieter Meyer und seine Truppe plötzlich als Wolfgang-Petry-Doubles auf der Bühne stehen. Torge Kublank alias Baron vom Ganterteich gibt dagegen in jeder Epoche den sinnierenden Grantler.

Geschichtsunterricht von der Männergarde

Aber auch anschaulichen Geschichtsunterricht gibt es von der Männergarde für die Jüngeren, die damals nicht dabei waren: Mühelos durchbrechen die sportlichen Tänzer 1989 in Berlin die alles trennende Mauer, im Schlepptau David Hasselhof, argwöhnisch beäugt von „DDR-Grenzer“ Markus Weise. Fazit: Ohne sie wäre die deutsch-deutsche Wiedervereinigung wohl nicht so schnell abgelaufen.

15 Programmpunkte

Viel zu schnell vorbei ist leider auch das Programm, obwohl es diesmal ganze 15 Auftritte gibt, von denen an dieser Stelle aber nicht alle verraten werden sollen.

Doch eines noch: Wer glaubt, die 80er-Jahre seien die Epoche der stillosen Bekleidung gewesen, den belehren Christian Lohmann in der Rolle des Rappers „Ali G.“ und seine Bandkollegen von „DeLive“ eines Besseren.