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Gerd Pelz malt als Autodidakt Bergedorfer lässt sich vom TV-Maler Bob Ross inspirieren

Von Yannick Richter, Yannick Richter | 06.08.2016, 11:43 Uhr

Landschaftsmalereien und Holzskulpturen fertigt der Bergedorfer Hobbykünstler Gerd Pelz in seiner Freizeit an. Einen Lehr-Kurs hat er jedoch nie besucht, er arbeitet als Autodidakt.

Das Interesse für Kunst habe schon immer bestanden, sagt Gerd Pelz. Nachdem er jahrelang Zeichnungen mit Kohlestiften skizzierte, war es im Jahre 1990 seine Frau Gertrud, die ihn dazu bewegte, sein Hobby zu intensivieren. „Damals hat sie mir zu Weihnachten eine Staffelei geschenkt“, blickt Pelz zurück. Es folgte die Anschaffung von verschiedenen Lehrbüchern, mit deren Hilfe sich der Bergedorfer die theoretischen Grundlagen aneignete.

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Weiterbildung als Autodidakt

In den folgenden zweieinhalb Jahrzehnten feilte Pelz an seiner Technik und erweiterte stets sein Wissen über Kunst. Einen Mal- oder Weiterbildungskurs habe er jedoch nie in seinem Leben besucht, berichtet der 69-Jährige: „Da war das Interesse nie da. Ich habe mich als Autodidakt mit der Kunst beschäftigt und mich im Selbststudium weiterentwickelt.“

US-Maler Bob Ross als Vorbild

Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Über 50 Ölgemälde hat Pelz mittlerweile gemalt. In seinen Werken zeigt Pelz insbesondere Landschaften und Motive aus der Natur. Inspirieren lässt er sich von Postkarten, eigenen Urlaubsaufnahmen und dem 1995 verstorbenen Landschaftsmaler Bob Ross. Der US-Amerikaner, der vor allem durch seine Malereien in Fernsehsendungen bekannt wurde, ist das Vorbild von Pelz: „Mir gefällt an ihm seine besondere Nass-in-Nass-Technik, mit der er mit nur wenigen Farben und Hilfsmitteln wunderschöne Landschaftsbilder kreierte“, schwärmt Pelz.

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Holzskulpturen zieren den eigenen Garten

Dass er nicht nur fein und grazil mit dem Pinsel umgehen kann, sondern auch aus groben und massiven Materialien Kunstwerke erschaffen kann, stellt der Pensionär seit einigen Jahren ebenso beeindruckend unter Beweis. Während er sich in den Wintermonaten vorwiegend der Malerei widmet, experimentiert Pelz zur Sommerzeit im hauseigenen Garten viel mit Holz. „Holz hat mich schon immer fasziniert. Seit 2010 stelle ich nun verschiedenste Holzskulpturen her“, so Pelz.

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Handwerkliches Geschick gefragt

Bei der Bearbeitung von Lärchen-, Kirsch-, Linden- und Buchenholz hilft dem gelernten Elektriker sicherlich nicht zuletzt auch sein handwerkliches Geschick. „Mein Vater war Zimmermann und ich durfte schon als Zehnjähriger handlangern“ erinnert sich Pelz. Mit Dremel, Schleifer, Flex und Hohleisen erarbeitet der Hobbykünstler in seiner Werkstatt aus den Holzteilen verschiedene Figuren, ehe die Kunstwerke im Nachhinein den nötigen Feinschliff bekommen. „Damit die Holzarbeiten draußen stehen können und vor Wind und Wetter geschützt sind, bekommen sie im Anschluss eine spezielle Lasur“, erklärt Pelz. Mehrere tierische Motive, aber auch etliche abstrakte Figuren schmücken inzwischen den hauseigenen Garten in Bergedorf, der am Sonntag ein Etappenziel einer Kremsertour durch Bergedorf sein wird.

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