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Gesundheit im Landkreis Oldenburg Landkreis Oldenburg fördert Gesundheitsregion

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 26.09.2017, 22:43 Uhr

Der Landkreis Oldenburg gibt dem Projekt Gesundheitsregion ein jährliches Budget von 25.000 Euro. Ziel ist die Förderung kleiner Projekte vor Ort.

Die Ernährung ist ein ausschlaggebender Faktor für die Gesundheit. Deshalb veranstaltet der Landkreis Oldenburg, der seit Anfang 2015 auch als „Gesundheitsregion“ firmiert, am Donnerstag, 26. Oktober, im Kreishaus eine große Konferenz zum Thema gesunde Ernährung. „Wir geben den Startschuss für Aktionen vor Ort. Wir hoffen, dass viele Akteure gewonnen werden“, sagte Landrat Carsten Harings am Dienstag im Kreistag.

Mustergültige Landfrauen

Die Gesundheitsregion sei zum „Erfolgsmodell“ geworden, betonte die FDP-Abgeordnete Marion Daniel. Sie sprach für den ganzen Kreistag, der dem Projekt mit einstimmigem Beschluss für die nächsten vier Jahre ein jährliches Budget von 25.000 Euro zusprach. Aus dem Budget sollen vor allem kleine Projekte vor Ort gefördert werden. Als Musterbeispiel ist in jüngster Zeit mehrfach die Aktion „Landfrauen kochen mit Senioren“ genannt worden. Diese und andere Aktionen sind bisher von Sponsoren gefördert worden; künftig kann die eigens gebildete Lenkungsgruppe auch auf das Budget zurückgreifen.

Geldspritze gegen Frust

Die Aufbauhilfe für die Gesundheitsregion ist nötig: Jürgen Ohlhoff, der Leiter des Gesundheitsamts, hat kürzlich im Sozial- und Gesundheitsausschuss von Frust und Auflösungstendenzen gesprochen, weil das Land Niedersachsen künftig seine finanzielle Unterstützung auf große überregionale Projekte konzentrieren will. Die vom Land beabsichtigte Festbetragsförderung von 13.000 Jahr sei viel zu niedrig, hatte Sozialdezernent Bodo Bode, der Sprecher der Lenkungsgruppe Gesundheitsregion, ergänzt.

Pflegekräftemangel wird Thema

Franz Duin (SPD) schärfte in der Kreistagssitzung den Blick für regionale Projekte. Die SPD habe beantragt, dass der Landkreis in ein Projekt der Landkreis Cloppenburg und Vechta zur Zukunft der Pflege und zur Bindung von Pflegekräften einklinkt. „Wir laufen erkennbar in einen Bereich mit zu wenig Pflegekräften“, mahnte Duin. Der Antrag werde demnächst im Fachausschuss behandelt. „Wir haben den demografischen Faktor gegen uns“, ergänzte Patrick Scheelje (AfD). Johannes Hiltner (Grüne) verwies auf ein Projekt zur Versorgung ländlicher Bereiche mit Ärzten. „Ich bin gespannt, wie das überregional bewerkstelligt werden kann“, so Hiltner.