Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Getreideernte 2016 in Ganderkesee Erste Gerste aus Ganderkesee landet im Futtertrog

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 08.07.2016, 15:25 Uhr

Die Familie Holschen hat das erste Getreidefeld am Ganderkeseer Ortsrand abgeerntet. Jetzt heißt es, Lücken zwischen Regenschauern abzupassen.

Dank einer frühen Sorte Wintergerste hat der Hof Holschen in der Ganderkeseer Bauerschaft Thienfelde bei der Getreideernte 2016 die Nase weit vorn. Am Dienstag ist sein Getreidefeld am Schlutterweg gegenüber dem Umspannwerk am Ortsausgang Ganderkesee gemäht worden. Und weil Niederschläge völlig ausgeblieben sind, konnten Ute und Jürgen Holschen mit Hilfe des Nachbarsohns Hennes Kreye das Stroh schon am Donnerstagabend unter Dach und Fach bringen.

Nachtrocknen unbeliebt

„Die Gerste war mit 16 Prozent Restfeuchtigkeit sehr gut ausgereift“, berichtet Ute Holschen. Auf anderen Flächen des Hofs sei das Getreide noch nicht so weit. „Klauen“ nennt die Landwirtin das, was jetzt ansteht. Wechselhaftes Wetter mit teilweise starkem Regen ist angesagt, am Freitagvormittag begann es schon zu pladdern. „Wir müssen gucken, dass wir das Getreide zwischenzeitlich wegkriegen“, blickt Holschen voraus. Nachtrocknen wird möglicherweise erforderlich. Das tun Landwirte nur aus der Not heraus: Der Energieverbrauch der Maschine schmälert den Ernteertrag. „Und das Trocknen bringt Masseverlust“, ergänzt sie.

Eigene Ernte macht Schweine monatelang satt

Auf dem Hof Holschen wird die eingefahrene Getreideernte eingelagert und verwertet. „Wir mischen damit das Futter für unsere Schweine“, erklärt Ute Holschen. In den Ställen des Hofs werden 800 Tiere schlachtreif gemästet. Das selbst angebaute Futtergetreide reiche für acht Monate, erst dann müsse zugekauft werden, erläutert Jürgen Holschen.