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Gewerbe im Landkreis Oldenburg Drei Kommunen schließen sich bei Gewerbegebiet zusammen

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 07.06.2017, 22:30 Uhr

An der B 213 in Hockensberg sollen 22 Hektar Gewerbefläche entstehen. Dötlingen, Wildeshausen und Prinzhöfte wollen sich Kosten und Erträge teilen.

Rund 220000 Quadratmeter Fläche für Gewerbe und Industrie, direkt an der Bundesstraße, kurzer Weg zur Autobahn 1: In Hockensberg am Rande der Gemeinde Dötlingen wird Großes geplant für die Stärkung der Wirtschaft im Landkreis Oldenburg. So Großes, dass die Gemeinde Dötlingen die Stadt Wildeshausen und die Gemeinde Prinzhöfte mit im Boot hat und ein interkommunales Gewerbegebiet plant.

Vertragsabschluss noch vor Sommerferien

Die Zusammenarbeit soll nun, noch vor den Sommerferien, vertraglich besiegelt werden. In Dötlingen steht der Vertragsentwurf heute, Donnerstag, im Bau-, Straßen- und Verkehrsausschuss zur Debatte. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Rathaus in Neerstedt. Der Dötlinger Rat gibt sein Votum am 22. Juni ab. Die Wildeshauser und Prinzhöfter Gremien arbeiten an dem Schriftstück, das mit Unterstützung der Samtgemeinde Harpstedt, des Landkreises Oldenburg seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft von einem fachlich versierten Anwaltsbüro formuliert worden ist, nahezu zeitgleich zustimmen.

Festgelegte Kosten- und Ertragsanteile

Vorgesehen ist, dass sich die drei Kommunen die Kosten und Erträge teilen. Dötlingen ist mit 45 Prozent dabei, Wildeshausen mit 40 Prozent und Prinzhöfte, das schon schräg gegenüber an der Bundesstraße 213 das Gewerbegebiet Simmerhausen hat, zu 15 Prozent.

7,9 Millionen Vorab-Investition

Erst einmal fallen Kosten für den Grunderwerb, die Planung und die Erschließung, für Ausgleichsmaßnahmen und ähnliches an. Kalkuliert wird mit 7,9 Millionen Euro, knapp drei Millionen Euro allein für den Erwerb von 30 Hektar bisher hauptsächlich landwirtschaftlich genutztem Land. Rund acht Hektar sind von der Gesamtfläche für Verkehrs- und Grünflächen abzuziehen. Die Gemeinde Dötlingen geht davon aus, dass sich durch den Verkauf der Flächen ungefähr ein Nullsummenspiel ergibt. Und später winken Steuereinnahmen.