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Gleiches Konzept für Sammelstellen Kreis Oldenburg überwacht Umgang mit Grünabfall

Von Reiner Haase | 07.07.2015, 20:50 Uhr

Der Landkreis will die Annahmestellen für Grünabfälle in den Gemeinden übernehmen und neu gestalten. Die Politik trägt das mit 650000 Euro Kosten verbundene Konzept mit.

Das Kreishaus, die Rathäuser und nun auch der Umweltausschuss des Landkreises sind sich einig, dass neue Ordnung in den Umgang mit Grünabfällen gebracht werden muss. Das Konzept der Kreisverwaltung, das die kreisweite Erfassung der Grünabfälle nach einheitlichen Standards und den Erhalt dezentraler Sammelstellen vorsieht, wurde am Dienstag von der Politik einstimmig befürwortet. „Bisher haben wir keine Ablagerung auf dem Stand der Technik. Das haben wir ab dem 1. Januar 2017“, resümierte der SPD-Abgeordnete Hans-Jürgen Greszik.

Ausnahmen für Dötlingen und Ganderkesee

Laut Uwe Dölemeyer vom Amt für Abfallwirtschaft und Gewässerschutz sind sich die Verwaltungen einig, dass neue vom Land gesetzte Standards in den kommunalen Annahmestellen für Strauch-, Baum- und Rasenschnitt im derzeitigen Zustand nicht einzuhalten sind. Die vorgesehene Vereinheitlichung der Anlagen und die Regie in einer Hand, nämlich der des Landkreises, mache Sinn. „Alle Gemeinden haben uns geeignete Stellen benannt und stellen die Flächen zur Verfügung“, berichtete Dölemeyer aus den Vorgesprächen. Ausnahmen gebe es in den Gemeinden Dötlingen und Ganderkesee, die seit Jahren gut mit den zertifizierten Firmen Heinemann in Neerstedt und K-Nord in Ganderkesee zusammenarbeiten.

Landkreis Oldenburg kalkuliert Kosten von 650.000 Euro

„Ertüchtigen und erneuern“ nannte Dölemeyer den Kern der Aufgabe: Die Anlagen der Gemeinden seien teilweise „sehr unter die Räder gekommen“. Dem pflichtete Hilko Finke (Grüne), den Matsch nach Regen auf dem Huder Wertstoffhof bei der Kläranlage vor Augen, mit Nachdruck bei. Geplant ist, dass für alle Annahmestellen rund 1500 Quadratmeter befestigt werden sollen. Ausgestattet werden sollen sie nach und nach mit einem Bürocontainer fürs Personal und mit bequem zu füllenden Schüttboxen aus Betonelementen für Baum- und Strauchschnitt sowie mit Containern für Grünschnitt. Der Landkreis kalkuliert Kosten in einer Größenordnung von bisher etwa 650000 Euro.

Einheitliche Öffnungszeiten und Gebühren im Landkreis Oldenburg

Amtsleiter Dieter Hahn wies darauf hin, dass mit den Neuerungen auch die Öffnungszeiten und die Gebühren kreisweit vereinheitlicht werden. Das ordentliche Kompostieren auf dem eigenen Grundstück werde möglich bleiben. Die eingesammelten Grünabfälle sollen ihm zufolge zentral verarbeitet werden. Christel Zießler (SPD) argwöhnte Gefahr für Arbeitsplätze beim Ganderkeseer Unternehmen K-Nord. „Das wird ausgeschrieben. K-Nord kann mit einem günstigen Angebot den Zuschlag bekommen“, antwortete der Amtsleiter. „Für uns ist ein wirtschaftliches Angebot wichtig“, betonte auch Dezernentin Eva-Maria Langfermann.