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Großbaustelle auf der B212 Eltern in Sorge um Bookholzberger Grundschüler

Von Thomas Breuer | 25.02.2016, 19:21 Uhr

Keine Woche ist die auf sechs Monate angelegte Großbaustelle in der Bookholzberger Ortsdurchfahrt alt, da sind die ersten Anwohner umliegender kleinerer Straßen schon in Sorge um ihre eigenen und andere schulpflichtige Kinder, die täglich auf dem Weg zur Grundschule Bookholzberg sind.

Offensichtlich ist für sie, dass Teile des aus der Wesermarsch kommenden Schwerlastverkehrs nicht die behördlich ausgewiesene großräumige Umleitung über Schierbrok und Stenum einschlagen, sondern die Variante über die Nebenstraßen der Stedinger Straße (B212) bevorzugen. Hier vor allem über die Straße Übern Berg, obwohl dort eine Drei-Tonnen-Begrenzung ausgeschildert ist.

„Heute Morgen sind hier schon ein Kipplaster und ein anderer großer Lkw lang gefahren“, sagte Birgit Duchstein am Donnerstag zur Mittagszeit. Ihre Tochter Tomke hatte bereits am Mittwoch ein einschneidendes Erlebnis, am Tag ihres neunten Geburtstags. Das war sie mit dem Fahrrad unterwegs und im Begegnungsverkehr zweier Fahrzeuge war es für sie richtig knapp, nicht von einem ausweichenden Fahrzeug gestreift zu werden.

Situation soll entschärft werden

Birgit Duchsteins Mann Marc und sein Nachbar Mario Osterloh haben jetzt die Initiative ergriffen und wollen erreichen, dass die Situation entschärft wird. Für den Freitagnachmittag laden sie Anwohner und Politiker zu einem Ortstermin ein, um gemeinsam zu überlegen, was sich für die Zeit der Bauarbeiten auf der B212 verbessern lässt.

„Konstruktiv besprechen“

„Wir wollen das konstruktiv besprechen“, sagt Mario Osterloh. Bei Facebook ist bereits eine rege Diskussion in Gang gekommen, und um möglichst viele Anwohner ins Boot zu holen, wurden die Nachbarn am Donnerstag per Handzettel informiert. „Wir sehen ernstes Gefahrenpotential in der Situation“, heißt es darauf, „und darüber hinaus eine gewaltige Abnutzung bzw. Zerstörung der Straße auf lange Sicht.“

Beschilderung soll ergänzt werden

Die Gemeindeverwaltung hat am Donnerstag auf Nachfrage mitgeteilt, dass die Beschilderung zur Tonnen-Begrenzung entlang der Straße Übern Berg in den nächsten Tagen versetzt beziehungsweise ergänzt werden soll. Hinweise sollen sich dann schon in den Bereichen Nutzhorner Straße/Übern Berg und Stenumer Straße/Übern Berg finden. „Dadurch sollen die Lkw-Fahrer rechtzeitig auf die Tonnenbegrenzung hingewiesen werden, um der ab der B 212 ausgeschilderten Umleitung weiter zu folgen“, sagt Sprecher Hauke Gruhn.