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Großfeuer in Dötlingen Bauernhaus in Dötlingen nach Großbrand unbewohnbar

Von Reiner Haase | 20.01.2016, 18:32 Uhr

Flammen und Löschwasser haben am Dienstagabend den Hof Aschenbeck in Dötlingen unbewohnbar gemacht. Menschen und Tiere kamen nicht zu Schaden.

Nach dem Großbrand am Dienstagabend hat die Polizei den Brandort auf dem Hof Aschenbeck zur Erforschung der Ursache beschlagnahmt. Die Familie Aschenbeck/Reuter ist geschockt: „Wir stehen voll unter dem Eindruck der Ereignisse und sagen gar nichts“, wehrte Frauke Reuter gestern Nachfragen ab.

120000 Euro Sachschaden

Laut Polizei ist das Feuer am Dienstag gegen 18.45 Uhr in einer Wohnung des Haupthauses auf dem Hof Aschenbeck ausgebrochen. Nach ersten Erkenntnissen befanden sich keine Personen im Haus, und beim Brand wurde niemand verletzt. Den Sachschaden beziffert die Polizei mit 120000 Euro.

Pferde aus Stallboxen geborgen

Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen laut Gemeindepressewart Jannis Wilgen bereits aus dem Dachstuhl. Die Feuerwehrleute gingen von innen und außen gegen die Flammen vor, kühlten und räumten aber auch einen angrenzenden Pferdestall. Wegen einer Brandmauer waren die Pferde nicht in Gefahr; sie wurden dennoch aus den Boxen geholt und blieben unversehrt. Im Haus wurden der Dachstuhl und die Wohnung von den Flammen zerstört. Wegen zusätzlicher Löschwasserschäden ist laut Polizei das gesamte Haus unbewohnbar.

Harte Arbeit bei Frost

Löschwasser holten die Feuerwehrleute aus zwei Hydranten und einem See, dessen Eisdecke erst aufgesägt werden musste. Der Frost bereitete auch an anderen Stellen Probleme: Löschwasser gefror zu Glatteis, das mit Streusalz entschärft werden musste.

Über 150 Helfer vor Ort

Alarmiert wurden die Feuerwehren Brettorf, Dötlingen und Neerstedt sowie die Feuerwehr Wildeshausen mit ihrem Drehleiterfahrzeug, später auch noch die Feuerwehr Großenkneten, der Gerätewagen Atemschutz der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ganderkesee und die Schnell-Einsatz-Gruppe der Malteser Wildeshausen. Laut Wilgen waren 135 Feuerwehrmännner und -frauen mit 18 Fahrzeugen sowie 20 Malteser vor Ort. Die letzten Hilfskräfte rückten am Mittwoch gegen 5 Uhr ab.