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Großprojekt beendet Famila-Getränkemarkt in Ganderkesee neu eröffnet

Von Thorsten Konkel | 18.12.2014, 19:47 Uhr

Mit der Eröffnung ihres neuen Famila-Getränkemarktes hat die Bünting-Gruppe gestern ihre zweieinhalbjährigen Bauarbeiten an der Grüppenbührener Straße beendet. Ladenpassage und Parkdeck binden nun den Ortskern an.

Ein hochmoderner Famila-Verbrauchermarkt mit Shop-in-Shop-Konzept, 255 Parkplätzen, und seit gestern gegenüber ein neuer Getränke- und Non-Food-Markt. Als Mieter gesellt sich dazu nebenan der Drogeriediscounter Rossmann: An beiden Seiten der Grüppenbührener Straße hat die Bünting-Gruppe in den letzten zweieinhalb Jahren ein beachtliches Verkaufsangebot geschaffen. Gestern erklärten Firmenvertreter und die Stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler das Großprojekt offiziell für vollendet.

Gerüstet sei Famila nun „für die nächsten 30 Jahre“, betonte Famila-Geschäftsführer Raimund Mecke, nicht ohne die besondere Verbundenheit mit dem Ort Ganderkesee außer acht zu lassen: „1969 haben wir an der Stelle, an der jetzt der neue Getränkemarkt steht, unseren ersten Verbrauchermarkt eröffnet und damals den Ortskern nachhaltig verändert“, sagte er.

Dies sei Famila, so Zießler, nun auch wieder gelungen: „Die Neubauten sind wichtige Bausteine zur Steigerung der Attraktivität, beide Straßenseiten sehen nun gleich schön aus“, erklärte die Stellvertretende Bürgermeisterin. Auch seien mit dem Festhalten am Ortskern wichtige Arbeitsplätze bestehen geblieben.

Beide Märkte, so rechnete Marktleiter Theo Hausfeld vor, beschäftigen 93 Mitarbeiter. Hinzu kämen neun Beschäftigte in der am 24. November eröffneten Rossmann-Filiale, deren Vermieterin die Bünting-Gruppe ist.

Auch nach dem erklärten Ende der Arbeiten gibt es noch einiges zu tun. So wies Christel Zießler beim Rundgang über das neue Parkdeck oberhalb des Parkhauses auf Stolperfallen hin: „Im Übergang der Zuwegung zu der neu geschaffenen Ladenpassage, die Markt und Rathausstraße anbindet, kann man leicht über die Begrenzungssteine stolpern“, sagte sie. Mecke kündigte umgehend eine Lösung an.

Auch der Passage fehlt noch ein Mieter. Eine Apotheke und ein Bekleidungsgeschäft sind bereits ansässig. „Wir sind aber in Verhandlungen, es gibt mehrere Bewerber, wir rechnen ab Februar/März mit einer Eröffnung“, kündigte Mecke an. Ob die Passage die von den örtlichen Kaufleute gehegten Erwartungen erfüllt, Kundenströme in ihrem Sinne nach dem Famila-Besuch in die Rathausstraße und weiter zur Mühlenstraße zu lenken, muss sich noch zeigen. „Es ist immer so, wenn etwas was neu ist, müssen sich die Menschen noch daran gewöhnen“, sagte Christel Zießler. Sie betonte, dass auch die Gemeinde mit der Umgestaltung des Marktplatzes im kommenden Jahr für zusätzliche Attraktivität sorgen werde. „Funktional ist die Aufgabe jedenfalls gelungen“, urteilte Mecke. Rückblickend seien die über Jahre intensiv mit der Gemeinde geführten Verhandlungen für das Märkte-Ensemble an der Grüppenbührener Straße hart aber fair verlaufen, blickte einer zurück, der es wissen muss. „Wir haben oft gestritten uns aber immer wieder vertragen“, sagte Norbert Frey. Der heutige Ruheständler hatte über sieben Jahre hinweg für Famila die Verhandlungen geführt.