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Gründung für Landkreis Oldenburg Neuer Arbeitskreis Pflege bietet gebündelte Hilfe

Von Thomas Deeken | 05.06.2015, 18:12 Uhr

„Wir wollen uns nicht nur um die Kranken und Alten kümmern, sondern auch um die Pflegenden und das gesamte Umfeld.“ Das hat Erika Lisson vom Seniorenbeirat Ganderkesee am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen „Arbeitskreises Pflege im Landkreis Oldenburg“ in Huntlosen in der Gemeinde Großenkneten betont.

Dieser Arbeitskreis sei unter anderem deshalb ins Leben gerufen worden, weil es nach wie vor einen sehr hohen Beratungs- und Informationsbedarf zum Thema Pflege gebe, ergänzte Christa Meenken, Vorsitzende des Wildeshauser Seniorenbeirates.

Auch für Delmenhorst und Oldenburg zuständig

Gegründet wurde der Kreis am Mittwochabend gleich von mehreren Einrichtungen, Gruppierungen und Einzelpersonen – unter anderem von der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB), dem Kreislandvolkverband und dem Kreislandfrauenverband. „Der Arbeitskreis ist aber völlig offen und kann sich auch noch vergrößern“, informierte Bernhard Wolff, Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes. Sein Motto: „Lasst uns gemeinsam antreten, dass der Landkreis Oldenburg im Bereich Pflege gut aufgestellt ist.“ Dabei betonte er außerdem, dass sich der Arbeitskreis, der einrichtungs- und gemeindeübergreifend tätig sein will, auch für die Städte Delmenhorst und Oldenburg zuständig fühle.

Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit wichtig

Nach Angaben der Gruppe geht es um sehr viele Aspekte, die künftig gesammelt und gebündelt werden sollen, um hilfesuchende Menschen schneller und besser unterstützen zu können. Der Arbeitskreis will beispielsweise informieren, welche Bündnisse vor Ort helfen und ob sich ein Notfalltelefon einrichten lässt. Wichtig seien Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit, möglichst auch über Broschüren und Neue Medien. Darüber hinaus gehe es um Projekte, die angeschoben werden sollen, um Infoveranstaltungen zu aktuellen Themen, um Wohngemeinschaften auf dem Lande und zusätzliche Einrichtungen wie ein Demenzcafé, das Karin Pieper von der LEB zufolge bisher nicht genehmigt wurde. Wichtig sei außerdem die weitere Einbindung von Ehrenamtlichen. „Sie werden auch eher angerufen“, weiß Erika Lisson. Der Schritt zu einer Behörde falle vielen Betroffenen dagegen schwerer.

Nächstes Treffen am 14. Juli

Wer Hilfe benötigt, sollte sich zunächst entweder bei der LEB, Telefon (04487) 7507990, oder beim Kreislandvolkverband, Telefon (04487) 75010, melden. Diese Nummern gelten auch für diejenigen, die im Arbeitskreis mitwirken wollen. Das nächste Treffen ist am Dienstag, 14. Juli, von 18.30 bis 20.30 Uhr im Grünen Zentrum, Sannumer Straße 3, in Huntlosen.