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Grüne gegen Flächenversiegelung Ausschuss votiert für neues Bauland in Ganderkesee

Von Dirk Hamm, Dirk Hamm | 30.11.2017, 20:14 Uhr

Im Ort Ganderkesee kann bald eine 7,3 Hektar große Fläche für die Wohnbebauung erschlossen werden. Der Ausschuss für Gemeindeentwicklung hat am Mittwoch grünes Licht für den Bebauungsplan Nr. 245 (südlich Oldenburger Straße) gegeben.

Am 14. Dezember steht noch die endgültige Beschlussfassung durch den Rat aus. Mit der Ausweisung des durch die Oldenburger Straße im Norden, den Ramsauerweg im Osten und den Bogenweg im Süden begrenzten Plangebiets reagiert die Gemeinde laut Verwaltung auf „die anhaltend hohe Nachfrage nach Bauland für Einfamilienhäuser“.

Gewerbegebiet Westtangente soll erweitert werden

Darüber hinaus ist in einem geringeren Umfang auch die Errichtung von Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Das insgesamt 14,7 Hektar große Plangebiet weist außerdem Grünflächen aus sowie Bereiche für eine Kindertagesstätte, einen Kinderspielplatz und für Regenrückhaltemaßnahmen.

Um den Gebrauch von Flächen ging es auch in weiteren Abstimmungen im Ausschuss, so etwa beim Beschluss, den Bebauungsplan Nr. 244 (westlich Brüninger Weg) nach Einbeziehung eines zusätzlich zur Verfügung gestellten Grundstücks neu auszulegen. Und mit dem B-Plan Nr. 246 (Westtangente II), bei dem das Beteiligungsverfahren gestartet wird, soll das bestehende Gewerbegebiet an der Westtangente erweitert werden.

Schulz-Berendt schwimmt gegen den Strom

Stets ging eine Hand mit dem weißen Abstimmungskärtchen nach oben, als die Nein-Stimmen abgefragt wurden: Grünen-Ratsherr Volker Schulz-Berendt ließ keinen Zweifel daran, dass seine Fraktion hinsichtlich der weiteren Flächenversiegelung in Ganderkesee eine grundsätzlich andere Haltung als die Ratsmehrheit einnimmt.

Ein Flächenverbrauch von maximal vier Hektar pro Jahr bis 2030 sei anzustreben, forderte Schulz-Berendt: „Wir Menschen sind nicht allein auf dieser Welt.“ Mit Blick auf die Deckung des Wohnungsbedarfs lehnte der Ausschuss eine solche Festlegung ab. Zugleich wurde der Landkreis gebeten, „die übermäßige Versiegelung von Baugrundstücken“ möglichst zu begrenzen.