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Grundschule in Hude zieht um Langer Schulstreit in Hude einstimmig beendet

Von Reiner Haase | 09.07.2015, 22:30 Uhr

Der Rat der Gemeinde Hude hat den Umzug der katholischen Grundschule an die Glatzer Straße besiegelt. Langer Streit ist damit beendet.

Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Hude am Donnerstag besiegelt, dass die katholische Grundschule aus dem maroden Gebäude an der Ulmenstraße unters Dach der Grundschule Hude-Süd zieht. Gleichzeitig hat sich die Politik verpflichtet, das Projekt so zu begleiten, dass der Umzug bis zum Schuljahrsbeginn 2016/ 2017 über die Bühne gegangen ist. Die Pläne für den erforderlichen Um- und Ausbau soll das Huder Architektenbüro Dunkler-Gronwald/ Wiechmann zeichnen. Hermann Dunkler-Gronwald (Grüne) nahm an der Abstimmung über die Vergabe des Architektenauftrags nicht teil.

„Endlich ist die Kuh vom Eis“

Über die Zukunft der katholischen Grundschule war lange und heftig gerungen worden. „Was lange währt, wird endlich gut“, lautet jetzt Bürgermeister Holger Lebedinzews Kommentar. Von „Endlich ist die Kuh vom Eis“, „So, nun geht das los“ und „Vielleicht können wir im nächsten Jahr schon das Gesamtprojekt vorzeigen“ war die Rede.

Glaubenskrieg bahnte sich an

Heftig und schließlich erfolgreich hatten sich Eltern, Lehrer und die katholische Gemeinde gegen den Vorschlag gewehrt, die Grundschüler in ein Gebäude mit Fünft- und Sechstklässlern an der Hohelucht zu schicken. Der stellvertretende Bürgermeister Peter Zwiener erinnert an einen aufkeimendenden Glaubenskrieg: Die Stimme „Was wollen die Katholiken denn“ sei laut geworden.

„Vielfalt gesichert“

„Jetzt gibt es nur Gewinner“, stellt CDU-Fraktionschef Horst Linnemann fest und verweist darauf, dass nun in Hude-Süd ein leistungsfähiges Schulzentrum geschaffen wird, dass alle Schüler von einer multifunktionalen Pausenhalle mit Essensausgabe profitieren und dass ein erheblicher Teil des Schulgebäudes renoviert wird. Qualität sei auch Vielfalt, und die sei nun gesichert, sagt Michael Grashorn (Grüne) mit Blick darauf, dass die katholische Grundschule eine eigenständige Einheit bleiben soll. Für seine Fraktionskollegin Karin Rohde wird der Weg zur Stärkung der frühkindlichen Bildung geebnet.

SPD fordert neue Vergaberegeln

Bei der Vergabe an den Architekten enthielt sich ein Großteil der SPD-Fraktion der Stimme. Fraktionschef Heiko Aschenbeck nannte es „unfair“, von vier ausgewählten Architekten einem per Zuschlag die Kosten für die Vorplanung zu erstatten und die anderen auf ihren Kosten sitzen zu lassen. Ein Alternativvorschlag der SPD liege längst auf dem Tisch; darüber müsse geredet werden.