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Gut Sannum in Huntlosen Öko-Landbau schafft Arbeit für Behinderte

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 11.10.2017, 21:54 Uhr

Auf dem Gut Sannum in Huntlosen geht Öko-Landbau mit Arbeit mit Behinderten und Nahtourismus einher. Für die Grünen hat das Modellcharakter.

Karin Harms vom Bezirksverband Oldenburg und Einrichtungsleiter Hans-Werner Kuhlmann haben dem niedersächsischen Landwirtschaftsminister Christian Meyer das Gut Sannum in Huntlosen gestern als ökologisch wirtschaftenden Betrieb, Arbeits- und Wohnstätte für Behinderte und Ziel für den Nahtourismus vorgestellt. Der Politiker war beeindruckt: „Das Gute ist, dass der ländliche Raum und die Landwirtschaft zur Integration Beeinträchtigter beitragen.“

Stärkung des ländlichen Raums

Fördergelder für Projekte, die den ländlichen Raum stärken, den Bio-Landbau nach vorne bringen und ganzheitliche Konzepte für den Alltag Behinderter vorhalten, sind für Meyer gut angelegtes Geld; er wolle, dass die Richtlinien in dieser Richtung weiterentwickelt werden. „Bei den Fördermitteln für den ländlichen Raum haben wir den Schwerpunkt Regionalentwicklung aufgestockt. Für die Wildeshauser Geest stehen im aktuellen Leader-Förderzeitraum 2,8 Millionen Euro zur Verfügung“, so Meyer. Und: „Wir fördern nicht nur Bau und Beton, sondern auch die Beschäftigung von Menschen.“

Schüler häufig zu Gast

Auf Gut Sannum wohnen und arbeiten zurzeit 157 Menschen mit Beeinträchtigung, gefördert von 170 Fachkräften. Auf 74 Hektar Land gibt es Äcker, Wiesen und Weiden, Gartenbau unter Glas und im Freien. Ein Bioladen und ein Café laden ebenso zum Besuch ein wie ein Wald- und ein Landschaftslehrpfad. Häufig seien Schüler zu Gast, berichtet Einrichtungsleiter Kuhlmann.