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Gymnasiasten erarbeiten Resolutionen Schüler debattieren in Ganderkesee über Weltpolitik

Von Andreas Satzke, Andreas Satzke | 10.12.2016, 10:45 Uhr

Sieben Gymnasiasten aus Ganderkesee haben das Projekt GanMun ins Leben gerufen. In drei Ausschüssen werden in der kommenden Woche Versammlungen der UN simuliert.

Es wird politisch in der kommenden Woche in Ganderkesee. Vom 14. bis 16. September läuft erstmals das GanMun-Projekt des Gymnasiums an. Hinter der Abkürzung verbirgt sich das „Ganderkesee Model United Nations“. Dabei simulieren Schüler in einem Planspiel die Vereinten Nationen in drei verschiedenen Ausschüssen.

Umgesetzt wurde das Projekt von den Zwölftklässlern Lukas Kwandt, Marcel Bürmann, Tim Harms, Louisa von Essen, Inken Mölling, Christian Hein und Fatima Darwiche. „Die Idee entstand, als wir bei einem vergleichbaren Modell in Oldenburg, der OlMun, waren,“ berichtet Tim Harms. Daraufhin haben die Schüler selbst ein Konzept entwickelt.

Gymnasiasten aus Wildeshausen und Delmenhorst dabei

Neben dem Gymnasium Ganderkesee sind auch das Gymnasium Wildeshausen und das Max-Planck-Gymnasium Delmenhorst dabei. Rund 120 Schüler vertreten in drei verschiedenen Ausschüssen circa 70 Nationen. „Wir haben bewusst auf Deutschland als Nation verzichtet, jeder soll sich in eine für ihn oder sie neue Position versetzen“, erklärt Marcel Bürmann.

Whistleblowing, Drogen und Drohnen sind Themen

In der Simulation der Generalhauptversammlung der UN wird das Thema „Whistleblowing“ diskutiert. Dazu wird Stefan Erdmann, der jüngst selbst ein Buch zum Thema herausbrachte, als Gastredner vor Ort sein. „Wir möchten darüber diskutieren, ob Whistleblower eher Helden oder Verräter sind“, erklärt Louisa von Essen.

Im Ausschuss für Wirtschaft und Soziales soll es um eine drogenfreie Welt gehen. „Die UN hatte dieses Ziel vor einigen Jahren, wir wollen sehen, ob das auch heute noch sinnvoll ist“, sagt Christian Hein.

Technischer geht es im UN-Sicherheitsrat zu, dort soll darüber debattiert werden, inwieweit der Einsatz von Drohnen, also unbemannten Waffensystemen vertretbar ist. Zu den Debatten werden die Schüler im Rathaus, dem Haus Müller sowie dem Gemeindehaus der Kirche untergebracht sein. „Dort wird auch dekoriert, wir wollen das Feeling einer richtigen Konferenz schaffen“, sagt Tim Harms.

Jeder Schüler, der teilnimmt, hat bereits ein Land zugewiesen bekommen, dessen Position vertreten werden muss. „Uns war wichtig, die Verteilung auch kontinental beizubehalten, beispielsweise auch afrikanische und asiatische Länder prozentual gleichmäßig unterzubringen“, erklärt Tim Heins.

Resolutionen sollen bei der UN eingereicht werden

Ganz vorbei ist das Projekt am kommenden Freitag aber noch nicht. „Es gibt auch die Möglichkeit, die erarbeiteten Resolutionen bei den UN einzureichen, das wollen wir auch versuchen“, blickt Marcel Bürmann bereits voraus.