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Häuser für Flüchtlinge in Hude Hude ebnet Bauland für Flüchtlingshäuser

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 10.02.2016, 21:15 Uhr

Die Gemeinde Hude arbeitet zügig auf den Bau von schlichten Flüchtlingshäusern zu. Bedenken, der Sport könne leiden, sind zurückgestellt worden.

Die Gemeinde Hude räumt Hindernisse vor dem Bau von Schlichtwohnungen zügig aus dem Weg. Nur zwei Tage nach dem Ja des Sozialausschusses zum Vorschlag der Verwaltung, die Voraussetzungen für den Bau einfacher Häuser für Flüchtlinge am Vielstedter Kirchweg zu schaffen, hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt gestern die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes und das Ausarbeiten eines Bebauungsplans eingeleitet. Die Politik steht einstimmig hinter dem Beschluss, obwohl vor der Abstimmung Bedenken vorgetragen wurden.

Teilfläche für zehn Jahre

„Die Fläche ist die letzte für die Entwicklung des Sports“, gab Andreas Otte, Gewerbe- und Verkehrsverein zu bedenken. In die gleiche Kerbe schlug Erwin Kohlwey, FDP. Bürgermeister Holger Lebedinzew stellte klar, dass für voraussichtlich zwei Häuser nicht die ganzen 1,2 Hektar benötigt würden, eher nur zehn oder 15 Prozent davon. Dieses Grundstück solle dem Landkreis Oldenburg vertraglich geregelt für zehn Jahre überlassen werden.

Übernahme der Häuser möglich

Im Vertrag soll festgeschrieben werden, dass der Landkreis das Grundstück freigeräumt zurückgibt. „Wenn wir feststellen, dass die Häuser noch gut sind und weiter gebraucht werden, können wir sie auch übernehmen“, so der Bürgermeister. Mit letzterem Hinweis besänftigte er Karin Rohde. „Die sind nach zehn Jahren abzureißen: Da sträubt sich mir das Fell“, hatte sie gesagt und ergänzt, sie lebe seit 40 Jahren in einem Haus, das man heute Schlichtbau nennen würde.

Details im weiteren Verfahren

Jetzt sei nur das Verfahren einzuleiten, Details würden bei den Beratungen über den Bebauungsplan geklärt, betonte Martina Schneider, die Leiterin des Fachbereichs Gemeindeentwicklung. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass in Wüsting, Beim Wall, sofort mit dem Bau von Flüchtlingshäusern begonnen werden könnte. Für die Teilfläche des Spielplatzes Jägerstraße genüge ein vereinfachtes Verfahren. Das Grundstück der Schule Nordenholz müsse noch genauer auf seine Eignung als Standort für Flüchtlingshäuser überprüft werden.