Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

„HaFaPLATTform“ im Schützenhaus Falkenburger Theatergruppe feiert mit „Klötenköm“

Von Alexander Schnackenburg, Alexander Schnackenburg | 28.02.2016, 18:43 Uhr

Die „HaFaPLATTform“ läutete am Samstagabend in Falkenburg die Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Falkenburger Theatergruppe ein. Der humorvolle Abend zog mehr als 100 Gäste an.

Gar so leicht wie einst die Redakteure der Fernseh-Quiz-Show „Ruck Zuck“ um Moderator Jochen Bendel wollte es die Plattdeutsche Theatergruppe Falkenburg ihren Kandidaten am Samstagabend nicht machen.

Feiern mit Klötenköm und Muusköddel

Nicht Begriffe wie „Sand“, „Kuss“ oder „Auspuff“ mussten die vier Teams beim niederdeutschen Abend „HaFaPLATTform“ im Falkenburger Schützenhaus erraten, sondern Wörter wie „Klötenköm“ (auf Hochdeutsch: Eierlikör), „Plättbrett“ (Bügelbrett) oder auch „Muusköddel“ (die Exkremente einer Maus): „Ruck Zuck“ für Fortgeschrittene – sowohl im Raten als auch im Plattdeutschen, könnte man sagen.

Speelkoppel Hoyerswege stellt bestes Rateteam

Am Ende setzte sich die Speelkoppel Hoyerswege mit Herwig Kunst, Hella Holldorf, Karla Strudthoff und Linda Timmermann in einem packenden Finale gegen das Team „Falkenburg aktiv“ durch. „Falkenburg passiv“ und das Niederdeutsche Theater Delmenhorst waren bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

Nun ging es bei dieser dritten Ausgabe der „HaFaPLATTform“ allerdings auch nur am Rande ums Gewinnen. Die Plattdeutsche Theatergruppe Falkenburg feiert dieses Jahr ihr 30-jähriges Bestehen. Um dieses Jubiläum mit Gleichgesinnten zu feiern, hatten die Falkenburger die benachbarten Ensembles eingeladen, um gemeinsam mit ihnen einen schönen Abend im Geiste der plattdeutschen Sprache zu gestalten. Franziska, Safi und Nele, Kinder aus den Reihen der Falkenburger, sorgten mit plattdeutschen Gedichten für einen heiteren Auftakt. Der Spielshow, eloquent moderiert von Ralf Meyer, folgten kleinere Darbietungen der Falkenburger. Angela Hillen, in Personalunion Leiterin der Plattdeutschen Theatergruppe Falkenburg und Beauftragte für Niederdeutsch im Landkreis, öffnete schließlich auch noch dem Publikum die Bühne.

„HaFaPLATTform“ ist sehr beliebt

Apropos Publikum: Die größte Bestätigung für das Konzept der „HaFaPLATTform“ sieht Hillen darin, dass diese Abende zugleich junge wie ältere Zuschauer anzögen. So sei es bereits beim ersten Mal gewesen, als die Falkenburger „Wer wird Millionär?“ nachspielten und auch im Vorjahr, als „Wer bin ich?“ in Anlehnung an „Was bin ich?“ auf dem Programm gestanden habe. Tatsächlich strömten auch dieses Mal über 100 jugendliche wie ältere Gäste ins somit proppenvolle Falkenburger Schützenhaus. Viele von ihnen taten es den Akteuren auf der Bühne gleich – und spendeten Geld für den krebskranken sechsjährigen Lucas aus der Gemeinde.