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Harm Ehlers tritt kürzer Ortsverein Schönemoor braucht neuen Vorsitzenden

Von Thomas Breuer | 08.02.2016, 20:41 Uhr

Harm Ehlers hat die Geschicke des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor mit ganzer Hingabe gelenkt. Seine angegriffene Gesundheit zwingt ihn jetzt kürzerzutreten.

Schönemoor. „Man schmeißt so ein Amt nicht weg“, sagt Harm Ehlers (47). Am kommenden Freitag wird der langjährige Vorsitzende des Orts- und Verkehrsvereins Schönemoor seinen Posten in der um 19 Uhr beginnenden Jahreshauptversammlung in der Schießsporthalle dennoch abgeben. Gesundheitliche Gründe zwingen ihn. Er muss kürzertreten, sagt er, möchte dem Verein aber in der zweiten Vorstandsreihe erhalten bleiben.

Aus 38 wurden mehr als 600 Mitglieder

Als der Frührentner vor 13 Jahren an seine Spitze trat, lag der Zusammenschluss nach Ehlers’ Worten ziemlich am Boden. 38 Mitglieder gab es, Aktivitäten so gut wie keine. „Da mochte man schon gar keinen Mitgliedsbeitrag mehr einziehen“, erinnert sich der verheiratete Vater von vier Kindern im Alter von 14 bis 22 Jahren.

Heute sieht das anders aus. Mehr als 600 Mitglieder entrichten ihren Jahresbeitrag von zwölf Euro. Mit dem Geld sowie dank der tatkräftigen Unterstützung diverser Sponsoren hat sich eine Menge bewegt. Sitzgelegenheiten wurden aufgestellt, schmucke Ortsteilschilder montiert, Buswartehäuschen erneuert und gesellige Aktivitäten angestoßen, um nur einiges zu nennen. Ehlers war sich nie zu schade, von Haustür zu Haustür zu gehen und Klinken zu putzen. „Du musst zu den Leuten hingehen und auch immer ein bisschen betteln“, lautet seine Devise.

Ausflüge und vieles mehr im Programm

Der Ortsverein gratuliert Alters- und Ehejubilaren, wenn er deren Ehrentage kennt, er bietet Ausflüge an und organisiert im Sommer einen Grillabend. Manchmal, sagt Ehlers, kommen da bis zu achtzig Leute zusammen, viele davon aus der Generation 60-plus.

Die Fläche, um die sich der Ortsverein kümmert, ist groß. Einige Ortsteile sind gewachsen, andere auf dem Reißbrett entstanden. Die Neubaugebiete in Heide etwa sind laut Ehlers kaum mit dem Dorf Schönemoor vergleichbar. „Da bauen die meisten Leute ihre Häuser und eine Pergola und wollen für sich sein“, hat er festgestellt.

An guten Ideen mangelt es im Verein nicht. So werden derzeit Standorte für sechs Storchennester ausgeguckt. „Wir werden erst mal mit zweien anfangen“, sagt Ehlers, der „sein“ Gemeindegebiet besser kennt als seine Westentasche. Und den aufrichtig freut, dass auch die Bürgermeisterin am Freitag zur Versammlung kommen möchte.