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Haus Marienhude in Hude Marienhude-Projekt in Hude großen Schritt weiter

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 19.08.2016, 19:08 Uhr

Für den Verkauf des Hauses Marienhude fehlt nur noch die Unterschrift des Bürgermeisters und des Investors. Zweifel der Gemeinde sind ausgeräumt.

„Wir machen weiter mit Blinkfüer“, resümiert Bürgermeister Holger Lebedinzew die Sitzung des Verwaltungsausschusses zum Thema Haus Marienhude am Donnerstag, 17. August. Für ihn steht jetzt fest, dass er den Vertrag für den Verkauf der Villa aus Gemeindebesitz bis zum 30. August, dem vom Gemeinderat festgesetzten Datum, unterzeichnen wird.

Ultimatum ausgereizt

935000 Euro wandern in den Haushalt der Gemeinde, wenn auch der Vertreter die zur Thalen-Gruppe gehörende Blinkfüer Grundstücksgesellschaft aus Zetel-Neuenburg bis zu diesem Zeitpunkt unterschreibt. Zweifel auf Huder Seite hat der kaufmännische Sprecher des von der Gemeinde favorisierten Investors am Abend zuvor, wenige Stunden vor Ablauf eines vom Gemeinderat gesetzten Ultimatums, mit der Vorlage von Finanzierungsbestätigungen der Banken ausgeräumt.

Fünf-Millionen-Euro-Projekt

Zusätzlich zum Kaufpreis der markanten Villa mit rund fünf Hektar großem parkähnlichen Grundstück an der Hohen Straße muss Blinkfüer Millionen aufbringen, um die Villa und das Kutscherhaus zu sanieren und am Westrand des Grundstücks drei baurechtlich zwei-, tatsächlich dreigeschossige Gebäude mit 33 Wohnungen zu errichten. Im Gespräch ist eine Summe von 4,5 Millionen Euro für die Sanierung und die Neubauten. Zum Blinkfüer-Konzept gehört auch, dass Vorgaben der Denkmalschutzbehörde beim Landkreis Oldenburg berücksichtigt werden und auch die Anforderung der Gemeinde, dass bei der Nutzung soziale und kulturelle Aspekte zum Tragen kommen.

Gemeinde überarbeitet Pläne

Die Gemeinde muss für das Projekt noch den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan überarbeiten. Die Unterlagen werden dem Bürgermeister zufolge Anfang September öffentlich ausgelegt.