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Haus Marienhude in Hude Verkauf der Marienhude-Villa steht auf der Kippe

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 01.08.2016, 17:17 Uhr

Der Investor auf dem Marienhude-Areal hat die Finanzierungsbelege noch nicht beieinander. Die von der Gemeinde Hude gesetzte Frist ist verstrichen.

Der Verkauf des Hauses Marienhude aus Gemeindebesitz an die Blinkfüer Grundstücksgesellschaft aus Zetel ist wider Erwarten nicht in der Sommerpause über die Bühne gegangen. Bürgermeister Holger Lebedinzew hat den Gemeinderat jetzt zu einer Sondersitzung einberufen, in der über eine Fristverlängerung für die Unterzeichnung des Vertrags entschieden werden soll. Die vom Gemeinderat im Juni gesetzte Frist für den Notartermin ist schon abgelaufen. Die öffentliche Sitzung des Rats beginnt am Dienstag, 9. August, um 17 Uhr im Feuerwehrhaus Hude.

Investor bittet um Fristverlängerung

Laut Bürgermeister Lebedinzew bittet Blinkfüer die Gemeinde um Fristverlängerung, weil die von der Gemeinde geforderten Bestätigungen zur Finanzierung des Gesamtprojekts wegen der Sommerferien nicht beigebracht werden könnten. Der Investor habe noch keinen neuen Termin benannt, erklärt Lebedinzew.

Tagespflege und Wohnen geplant

Die Gemeinde hat der Diakonie das Haus Marienhude vor drei Jahren für 80000 Euro plus 60000 Euro Nebenkosten abgekauft, um Einfluss auf die Nutzung und Gestaltung der denkmalgeschützten Villa und des Grundstücks zu behalten. Die Blinkfüer Grundstücksgesellschaft plant für das Haus Marienhude und Teile des Parks ringsherum an der Hohen Straße Tagespflegeangebote und generationenübergreifendes Wohnen in Neubauten, die das Projekt refinanzieren sollen. Das Konzept ist 2015 vom Gemeinderat begrüßt worden. Über Details im Vertrag ist allerdings monatelang gestritten worden, bis der Rat ihm im Juni zugestimmt hat.

Gemeinde gerät in Zeitnot

Die Einnahme aus dem Weiterverkauf in Höhe von 935000 Euro ist für das laufende Jahr eigentlich eingeplant. Zeitdruck hat sich auch aufgebaut, weil der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt schon am Mittwoch, 10. August, über Änderungen des Bebauungsplanes für das Marienhude-Areal beraten soll.