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Haushalt 2018 für Ganderkesee Feuerwehr in Bookholzberg soll größer gebaut werden

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 05.12.2017, 22:42 Uhr

Es zeichnet sich ab, dass die neue Feuerwache in Bookholzberg größer als bisher geplant gebaut wird. In Ganderkesee gäbe es Platz für ein neues Fahrzeug.

Eine Initiative der Feuerwehr-Spitze in der Gemeinde Ganderkesee lässt erwarten, dass der geplante Neubau für die Ortswehr Bookholzberg eine Nummer größer ausfällt als bisher geplant. Das Feuerwehrhaus am Rande des Gewerbegebiets An der Bahn zwischen Nehlsen/Reewood und dem Wellenhofsweg soll die Zahl der Fahrzeugstellplätze von vier auf fünf aufgestockt werden. Laut Gemeindeverwaltung steigen die Kosten dadurch deutlich über die bisher kalkulierten zwei Millionen Euro.

Schlauchwagen soll Standort wechseln

Hinter dem Vorschlag des Gemeindekommandos steht laut Gemeindebrandmeister Bernd Lembke der Gedanke, den bisher in Ganderkesee stationierten Schlauchwagen nach Bookholzberg zu verlagern. So würde im Ganderkeseer Feuerwehrhaus an der Urneburger Straße ein Stellplatz frei für ein neues Tanklöschfahrzeug, das möglichst im Jahr 2023 angeschafft werden soll. Der Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen des Gemeinderats nahm die Erläuterungen der Verwaltung und des Gemeindebrandmeisters am Dienstagabend kommentarlos zur Kenntnis.

Verbesserte Ausgangslage

Der Erste Gemeinderat Rainer Lange und Fachdienstleiter Matthias Meyer berichteten dem Fachausschuss von einer kurzfristig deutlich verbesserten finanziellen Ausgangslage für das kommende Jahr. Nach den aktuellen Steuerschätzungen und einer Neuberechnung der Schlüsselzuweisungen kann Ganderkesee in diesem Bereich mit fast 24,5 Millionen Euro Einnahmen rechnen. Die Erwartung lag vor einigen Wochen, bei der ersten Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs für 2018, noch um fast 1,5 Millionen Euro niedriger.

Höhere Kreisumlage

Allerdings bewirkt das Plus bei den Steuern ein Plus um 215.000 Euro auf über 12,7 Millionen bei der Umlage, die an den Landkreis Oldenburg zu zahlen ist. Die vom Kreis angekündigte Senkung der Kreisumlage um ein halbes Prozent ist dabei schon einkalkuliert.

Luft im Kreishaushalt

Vom Vorschlag der Kreis-SPD, in der aktuell guten Zeit einen Strukturfonds anzufüttern, hält Lange genauso wenig wie vom Vorschlag der Kreis-Grünen, in guten Zeiten für schlechtere zu sparen. „Da ist mehr Luft im Kreishaushalt. In guten Zeiten ist die Kreisumlage zu senken und in schlechten anzuheben“, fordert Lange mit Blick auf die jetzt anstehenden abschließenden Beratungen über den Kreishaushalt. Die Kreis-CDU teilt die Auffassung der Ganderkeseer Gemeindespitze und fordert, die Kreisumlage um ein Prozent statt um ein halbes zu senken.