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Haushaltsplan der Gemeinde Hude Gemeinde Hude geht deutlich in rote Zahlen

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 15.12.2017, 15:00 Uhr

Die Gemeinde Hude stockt ihren Schuldenberg im nächsten Jahr um 5,5 Millionen Euro auf. Und weitere große Projekte stehen auf der Warteliste.

Die Fraktion der Grünen ist im Huder Rat mit der Forderung gescheitert, der Neuverschuldung der Gemeinde in der bis 2021 laufenden Ratsperiode einen Deckel zu verpassen. Bürgermeister Holger Lebedinzew sagt ein Anhäufen der Neuverschuldung in den nächsten Jahren auf bis zu 20 Millionen Euro voraus. Angesichts der „im Moment sehr gesunden Situation der Gemeinde“ sei eine Schuldenbremse dennoch nicht nötig, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Schnabel in der Ratssitzung am Donnerstagabend. SPD-Sprecher Heiko Aschenbeck verwies auf „Nachholbedarf in vielen Bereichen“, unter anderem in den Schulen und Kindergärten sowie beim Straßenbau.

Wertvolle Investitionen

„Wir müssen bei den Investitionen Gas geben, ohne den Schuldenstand aus den Augen zu verlieren“, so Aschenbeck. Es komme nicht auf die Höhe der Investitionen an, sondern auf das Wofür, betonte Dieter Dalle (FDP). So sieht das auch CDU-Sprecher Schnabel: „Mit den geplanten Investitionen schaffen wir bleibende Werte.“

Deutliche Mehrheit für Haushalt

Dem vom Rat mit deutlicher Mehrheit unterstützten Haushaltsplan 2018 zufolge soll die Gemeinde im nächsten Jahr gut acht Millionen Euro investieren, über 5,5 Millionen Euro davon finanziert über Kredite. Zwei Millionen Euro sind für den Bau der neuen Kindertagesstätte an der Jägerstraße eingeplant; bis zur Fertigstellung im Folgejahr sollen weitere 1,5 Millionen Euro bereitgestellt werden. Weitere dicke Brocken sind im Haushaltsplan 2018 hohe sechsstellige Summen für die weitere Sanierung der Peter-Ustinov-Schule und für die letzten Sanierungsschritte im Hallenbad. Für die Sanierung von Straßen sind 700.000 Euro vorgesehen. Der bei den Grünen und der SPD ungeliebte Neubau für eine Rettungswache und die Polizeistation ist mit 1,1 Millionen Euro ebenfalls im Haushaltsplan 2018 verankert.

Große Aufgabe Klosterbezirk

Eine noch unbekannte, aber allemal stark zu Buche schlagende Hausnummer ist in den nächsten Jahren die Sanierung der Ruine und der Gebäude im Klosterbezirk. Weitere Aufgaben für die nähere Zukunft benannten Aschenbeck und Schnabel: Erhalt der Attraktivität des Kernorts Hude, Schaffung eines Gewerbegebiets für Existenzgründer und und Wahrung des Rufs Hudes, eine familienfreundliche Gemeinde zu sein.