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Hegering Ganderkesee Jägerschaft kann den Wolf gelassen erwarten

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 10.03.2017, 16:08 Uhr

Landespräsident Dammann-Tanke berichtet den Ganderkeseer Jägern von wachsenden Wolfsrudeln. Die Jäger sollen aufmerksam beobachten und gelassen reagieren.

Es gibt mehr Wölfe in Niedersachsen, als offiziell verlautet, und die Rudel wachsen schneller als erwartet. Das berichtete Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft, am Donnerstag in Schlutter. Er ermunterte die Jäger, alle Beobachtungen zu melden. Die Jägerschaft hat in Niedersachsen das Wolfsmonitoring übernommen. Dammann-Tamke stellte klar, dass die Jägerschaft das Thema Wolf mit Gelassenheit begleiten kann: „Der Wolf ist ein geschütztes Tier, kein Jagdwild. Bei Schäden haftet der Staat, nicht der Jäger.“

Schalldämpfer für Gewehre

Dammann-Tamke berichtete auch, dass in Niedersachsen in naher Zukunft Langwaffen mit Schalldämpfern verwendet werden dürfen. Eine entsprechende Änderung des Waffenrechts sei in Arbeit. „Solche Schalldämpfer halbieren den Lärm“, erläutert Jan-Bernd Meyerholz, der Vorsitzende des Hegerings Ganderkesee. Mit dem Aufsatz am Gewehrlauf wollen die Jäger auch ihre eigenen Gehörgänge schützen.

Blühstreifen für Artenvielfalt

In der Jahreshauptversammlung des Hegerings Ganderkesee in der Gaststätte Zur Eiche stellte sich der neue Kreisjägermeister Friedrich Hollmann den Ganderkeseer Jägern vor. Er ermunterte die Landwirte unter den Jägern, zum Wohle der Artenvielfalt weiterhin Blühstreifen anzulegen. Meyerholz ergänzte, der Bewuchs von Blüh- und Randstreifen solle bis in den August hinein erhalten bleiben. Er biete Fasanen- und Rebhuhnküken den Schutz, den sie zum Aufwachsen brauchen. Er wies auch auf die Möglichkeit hin, den Fasanenbestand durch Erwerb beschlagener Hennen oder Küken aus einer Fasanenzucht in Dünsen aufzupäppeln. Wegen der Geflügelpest sind die Jäger allerdings zurückhaltend.

Jagdschule vor Wechsel

Karl-Wilhelm Jacobi, Kreisvorsitzender der Jägerschaft, berichtete den Ganderkeseern von einem anstehenden Wechsel in der Jagdschule Wildeshausen. Heinrich Handelsmann wolle aus Altersgründen aufhören. Er habe inzwischen Nachfolger gefunden.