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Hegering Ganderkesee tagt Fasanensterben gibt in Ganderkesee Rätsel auf

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 24.03.2016, 16:17 Uhr

Der Rückgang von Fasanen und Rebhühnern setzt sich fort – auch in Das hat Jan-Bernd Meyerholz, Vorsitzender des Ganderkeseer Hegerings, anlässlich der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend im Ganderkeseer Schützenhof erklärt: „Von Jahr zu Jahr gibt es in Niedersachen immer weniger Fasane und Rebhühner, warum, das wirft Fragen auf“, sagte er.

Um das Rätsel zu lösen, forschten Wissenschaftler bereits seit 2011 an dem Phänomen. Noch gebe es keinen Abschlussbericht. An tierischen Feinden hätten die Hühnervögel vor allem die Beutegreifer Marder, Fuchs sowie Raben- und Raubvögel zu fürchten. Doch es scheint neben den Fressfeinden noch weitere Ursachen für die fortschreitende Dezimierung der Arten zu geben. Denn während die Hühnervögel in Teilen Niedersachsens schon fast ganz verschwunden seien, sei ihr Bestand in Ganderkesee wenigsten noch auf niederem Niveau anzutreffen, erläuterte Meyerholz. Seine Vermutung: „In der Gemeinde haben wir eine kleinteilige Landwirtschaft, Hecken und Büsche bieten den Vögeln hier noch Rückzugsmöglichkeiten.“ Auch ein Insektenmangel in den ersten Wochen nach dem Schlüpfen der Küken könne zum Verhungern des Nachwuchses oder bei Mangelernährung zur Schädigung des Immunsystems führen, lautete ein weiterer Erklärungsansatz. Landwirte und Jäger in Ganderkesee wirken dem seit Jahren mit selbst angelegten Blühstreifen entgegen. Insekten als Teil der Nahrungskette finden dort ebenso eine Heimat wie Vögel und andere Tiere ein Rückzugsgebiet. Auch 2016 werde die Aktion deshalb fortgesetzt. „Die Saatgutbeschaffung und das Säen werden von uns oder über das Landvolk erledigt“, kündigte Meyerholz an. Seine Bitte: Wegeränder sollten so spät wie möglich, nicht vor August, gemäht oder gemulcht werden, um Fasanen, Rebhühnern und vielen anderen Arten nicht den Unterschlupf beziehungsweise die „Speisekammer“ zu nehmen.

Zahlreiche Ehrungen

Bei der Versammlung standen neben Wahlen auch mehrere Ehrungen an Die Vorstandsmitglieder wurde in ihren Ämtern bestätigt. So wurde Magnus Denker zum ersten Ehrenmitglied als Nicht-Jäger ernannt. Gerd Kreye erhielt das Naturpfleger-Verdienstabzeichen der Landesjägerschaft. Für 50-jährige Mitgliedschaft wurden Hermann Fischer (Bookholzberg), Cord Cordes (Steinkimmen) und Heinrich von Seggern (Bad Zwischenahn) geehrt. Seit 40 Jahren gehören dem Hegering Jürgen Breithaupt, Teja Barkemeyer, Walter Westermann, Eckhard Eiffler, Richard Behrmann und Peter Lauprecht an. 25 Jahre Mitglied sind Axel Krey, Heiko Alfs, Hans-Gerd Wilkens, Harald Bruns, Dieter Brüggemann, Dieter Osterloh und Andrea Cordes.