Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Hilfe zur Teilhabe am Alltagsleben Neuer Kleinbus für Lebenshilfe in Bookholzberg

Von Dirk Hamm | 19.12.2016, 13:56 Uhr

Der kleine Fuhrpark der Hausgemeinschaft der Lebenshilfe am Vollersweg ist wieder vollständig: Nachdem eines der beiden behindertengerecht ausgestatteten Transportfahrzeuge der Einrichtung infolge eines Unfalls nicht mehr fahrbereit war, konnte am Montag ein neuer Kleinbus in Empfang genommen werden.

Zusätzlich zu den neun Personen, die in dem zweiten Transporter Platz finden, sichert fortan ein Ford Transit Connect mit sechs Plätzen die Teilhabe am Alltagsleben außerhalb des Hauses. Die beiden Fahrzeuge verfügen über jeweils einen Rollstuhlplatz.

Hausgemeinschaft für 26 Menschen mit Behinderung

26 Menschen mit geistiger Behinderung wohnen in der Hausgemeinschaft. Nach Angaben von Einrichtungsleiter Hannes Proft ist der überwiegende Teil in der Woche tagsüber in den Delme-Werkstätten in Delmenhorst und Ganderkesee beschäftigt, die anderen Bewohner nutzen das Tagesstrukturierende Angebot der Lebenshilfe in Delmenhorst. Gegen 15.30 Uhr treffen dann alle wieder am Vollersweg ein.

Transportmöglichkeit zu Arzt, Kino und Weihnachtsmarkt

„Unser Auftrag ist, den Bewohnern zu ermöglichen, dass sie am normalen Leben in der Gesellschaft teilnehmen“, erläutert Proft. Die Fahrt zum gemeinsamen Einkaufen, die Beförderung zum Arzttermin, zum Besuch von Angehörigen, ins Kino oder auf den Weihnachtsmarkt in Delmenhorst – dazu sind eigene Transportmöglichkeiten unerlässlich.

In den vergangenen zwei Monaten musste die Lebenshilfe am Vollersweg, da einer der beiden Kleinbusse nicht mehr zur Verfügung stand, sich mit anderen Einrichtungen kurzschließen, um bei Bedarf ein Fahrzeug auszuleihen.

Händler kommt mit vierstelligem Betrag entgegen

„Unter 30000 Euro“ hat der Ford Transit Connect inklusive Umbau, Extras von der Klimaautomatik bis zum Abstandswarnsystem sowie Mehrwertsteuer nach Auskunft von Autohändler Ralf Rüdebusch aus Hude gekostet. Der Einbau der Rollstuhlrampe erfolgte bei der Firma Jelschen in Bad Zwischenahn. Mit einem vierstelligen Betrag sei er der Lebenshilfe Delmenhorst und Landkreis Oldenburg als Träger der Hausgemeinschaft beim Verkaufspreis entgegengekommen, so Rüdebusch.

Komfortabler Platz für einen Rollstuhlfahrer

Eine Unterstützung, die das Autohaus unter Einbeziehung des Herstellers nicht zum ersten Mal praktiziert: „Das machen wir bei jedem Fahrzeug für die Lebenshilfe. Wir wissen, dass es für gemeinnützige Zwecke eingesetzt wird.“

Bewohner Rainer Meyerholtz probierte den Komfort in dem Kleinbus, der den Vorteil bietet, dass der Rollstuhlfahrer nicht mühsam umgesetzt werden muss, gleich als erster aus. „Mir gefällt’s“, lautete sein Urteil kurz und bündig.