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Hilfsaktion für Sechsjährigen Krebskranker Falkenburger wartet weiter auf Wunder

Von Thomas Breuer | 03.08.2016, 18:09 Uhr

Timo Spille vom Gemeindeelternrat Ganderkesee bringt die Situation auf den Punkt. „Jetzt wäre die Zeit für ein Wunder“, sagt er mit Blick auf das Schicksal des sechsjährigen Lucas-Elias aus

Im vergangenen Februar wurde das Schicksal des kleinen Jungen öffentlich, bei dem die Ärzte in seinem dritten Lebensjahr einen bösartigen Tumor in direkter Nähe des Kleinhirns diagnostiziert hatten. Vier Operationen, die letzte davon im Mai, hat er über sich ergehen lassen müssen, dazu Bestrahlungen und Chemotherapien.

Dazwischen immer wieder zermürbende Zeiten der Warterei vor allem für seine Mutter Nadine: Hat die Behandlung etwas gebracht? Ist der Tumor verschwunden?

Mehrere Behandlungen ohne gewünschten Erfolg

In der Vergangenheit mussten diese Fragen mit einem Nein beantwortet werden. Und ob die jüngste Bestrahlung etwas gebracht hat, wissen Mutter und Sohn noch nicht. Immerhin ging es Lucas-Elias jetzt erstmals so gut, dass er mit seiner Mutter eine einwöchige Erholungsreise in die Türkei antreten konnte.

Finanziert wurde sie aus Spenden, zu denen Timo Spille und die Falkenburgerin Sandra Wiegand vor einigen Monaten aufgerufen hatten. Die Resonanz war groß , auf dem inzwischen geschlossenen Konto kamen fast 19.000 Euro zusammen.

Schöne Momente und Erholung angestrebt

Ziel des Aufrufs war, Lucas-Elias trotz seiner Erkrankung schöne Momente und Erholung ermöglichen zu können. Dies ist durch die aus den Spenden finanzierte Flugreise geschehen. Und es ist noch mehr passiert. Lucas-Elias hat einen kleinen Hund als Gefährten bekommen, und auch die Ausstattung für die Einschulung steht bereit.

„Nach jetzigem Stand wird er eingeschult“, sagt Timo Spille. Für Lucas-Elias ginge damit ein großer Wunsch in Erfüllung. „Er wäre bestimmt der Klassenclown“, war sich seine Mutter schon vor einiger Zeit sicher.

Bei aller Freude über die jetzigen schönen Tage: Weitere Operationen und Behandlungen wird es laut Spille, der sich weiterhin für die Familie engagiert, mit ziemlicher Sicherheit nicht geben. Sollte die jüngste Bestrahlung nicht angeschlagen haben, wären die Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft. Es bliebe lediglich das Warten auf ein Wunder.

Vorbereitung auch für den schlimmsten Fall

Derweil wird Timo Spille den jungen Patienten und dessen Mutter auch dabei unterstützen, Kontakte zu einem Kinderhospiz und einer Palliativversorgung zu knüpfen – für alle Fälle.

Und er wird sich weiter um schöne Stunden für Lucas-Elias kümmern. So bemüht sich der Elternvertreter derzeit darum, für den Kleinen einen Rundflug über Ganderkesee zu organisieren. Zudem ist ein Tag auf einem Bauernhof, einschließlich einer Fahrt mit dem Traktor, in Vorbereitung.