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Hinweise des NABU Ganderkesee „Jungvögel werden oft weiter versorgt“

Von Tina Spiecker, Tina Spiecker | 11.06.2016, 13:27 Uhr

Aus dem Nest gefallene Vögel sind nicht zwangsläufig schutzlos und verlassen. Der NABU Ganderkesee informiert über Pflege und richtiges Verhalten, wenn ein Jungvogel aufgefunden wird.

Aktuell erreichen auch den NABU Ganderkesee zahlreiche Anrufe von Vogelfreunden, die nicht wissen, was sie mit aufgefundenen Jungvögeln, wie aus dem Nest gefallene Schwalben und Zaunkönige, aber auch jungen Meisen und Sperlingen, tun sollen. „Viele Finder nehmen den Vogel, der scheinbar schutzlos aufgefunden wird, aus seiner Umgebung und sind dann mit ihrem Latein schnell am Ende“, berichtet NABU-Vorsitzender Hans Fingerhut aus seinen Gesprächen mit Rat suchenden Mitbürgern. Dabei sei längst nicht jeder aufgefundene Vogel so schutz- und elternlos wie es zunächst aussehe.

Küken ins Nest zurücksetzen

Es sei geboten, genau darauf zu schauen, ob der Vogel womöglich aus einem in der Nähe befindlichen Nest gefallen ist. In diesem Fall sei es sinnvoll, ihn zurückzusetzen. Haben dagegen noch nicht flugfähige aber weitgehend mit vollständigem Gefieder ausgestattete Jungvögel das Nest frühzeitig verlassen und werden am Boden weitergefüttert, so ist dies ein häufig zu beobachtender Vorgang, den man auf keinen Fall stören sollte.

Sachgerechte Fütterung und Pflege

Erst wenn man sich ganz sicher sei, dass die Jungtiere nicht mehr gefüttert werden, wäre es sinnvoll, die Tiere aufzunehmen. Doch müsse man sich der Verantwortung bewusst sein, die man damit übernehme – ein Jungvogel braucht in ausgesprochen kurzen Zeitabständen und über einen langen Zeitraum hinweg sachgerechte Fütterung und Pflege.