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Hoffnung auf Zuschüsse Ganderkeseer Schützen wollen Luftgewehrhalle sanieren

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 22.04.2016, 09:04 Uhr

Die Mitglieder des Schützenvereins Ganderkesee haben sich am Mittwochabend bei einer außerordentlichen Jahreshauptversammlung einstimmig für eine Sanierung der Luftgewehrhalle beim Schützenhof ausgesprochen. Das hat Konrad Lübbe, 2. Vorsitzender des Vereins, mitgeteilt.

Im Wesentlichen geht es laut Lübbe um das 1980 fertiggestellte Dach, das inzwischen in die Jahre gekommen ist und bereits zwei Lecks hat. Das Dach müsse erneuert werden. Außerdem gehe es um neuen Putz und Anstrich im Innern. Das Ganze würde 40.000 Euro kosten. Für einen Abbruch müssten 27.000 Euro bezahlt werden. Das sei aber nur auf den ersten Blick günstiger, weil der Schützenverein bei einer Sanierung mit einer Reihe von Zuschüssen rechnen könne, sagte der 2. Vorsitzende bei der Versammlung im Schützenhof. 20 Prozent gebe es vom Landkreis. Damit könne Lübbe fest kalkulieren. Außerdem halte die Gemeinde das Projekt für förderfähig und würde 30 Prozent zusteuern – wenn die Politik denn zustimmen würde. Darüber hinaus erhoffe sich der Verein einen Zuschuss vom Landessportbund. Von ihm könnten die Schützen maximal 30 Prozent bekommen. „Das kann allerdings auch deutlich weniger sein“, weiß Lübbe und erinnert daran, als vor vier Jahren der Schießstand gebaut wurde. Damals seien 15.000 Euro (20 Prozent) beantragt worden, am Ende seien aber nur 8300 Euro ausgeschüttet worden.

Anträge sollen bis August gestellt werden

Bis August sollen die Anträge gestellt werden, sodass der Verein bis Weihnachten Bescheid wisse, mit welcher finanzieller Unterstützung er tatsächlich rechnen könne und welcher Eigenanteil verbleibe. Sollten die Summen nicht groß von den Vorstellungen der Schützen abweichen, könne im Frühjahr mit der Sanierung begonnen werden. Ansonsten werde das Ganze noch einmal aufs Neue mit den Vereinsmitgliedern diskutiert. „Und im Zweifelsfall müssten wir dann doch über einen Abbruch nachdenken“, so der 2. Vorsitzende.

Derzeit Flüchtlinge in der Luftgewehrhalle

Derzeit hat die Gemeinde die Luftgewehrhalle für die Versorgung der Flüchtlinge gepachtet, die derzeit in der Mobilhalle im Stadion untergebracht sind. Deshalb können die Schützen dort bereits seit Monaten nicht mehr schießen. Der Pachtvertrag laufe noch bis Ende des Monats, so Lübbe. Die Gemeinde könne aber jederzeit weiter pachten. Schließlich sei es noch nicht absehbar, wie lange die Flüchtlinge tatsächlich noch in der Schießhalle versorgt werden müssten.