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Hospizkreis Ganderkesee Ganderkeseer Sterbebegleiter auf Spenden angewiesen

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 23.06.2016, 20:10 Uhr

Aufgrund von gesetzlichen Neuregelungen ist der Hospizkreis Ganderkesee derzeit besonders dringend auf Spenden angewiesen: „Die Krankenkassen zahlen ihren Förderanteil diesmal anstatt Ende Juni erst Mitte August“, berichte die Hospizkreis-Vorsitzende Chris Peikert-Baramsky am Donnerstag anlässlich einer Spendenübergabe der örtlichen Handwerkerkooperation Raumkonzept in der Tischlerei Warrelmann an der Schulze-Delitzsch-Straße.

Auf 500 Euro hatten die Handwerker um Warrelmann-Inhaber Holger Lintelmann den Spendenbetrag aufgestockt, der mit verschiedenen Aktionen beim Familientag des Gewerbegebiets am 5. Juni zusammengekommen war.

Hospizarbeit nimmt zu

Unter anderem hatte die Zimmerei Ralf Hillmann hölzerne Vogelhäuschen verkauft. Das Bauunternehmen Mahlstedt hatte sich mit „Blumensteinen“ beteiligt.

Für Baramsky kam das Geld wie gerufen: „Die Arbeit wird immer mehr“, sagte sie. Grund für die zunehmende Anzahl an Sterbebegleitungen und die Trauerarbeit mit Hinterbliebenen ist laut der Hospizkreisvorsitzenden eine geänderte Familienstruktur.

Familien entlasten

„Es gibt kaum noch große Familien, in denen derartige Lasten verteilt werden können“, führte sie an.

Die Angehörigenbetreuung werde darum neben der Begleitung Sterbender immer wichtiger.

Jetzt 54 Ehrenamtliche

54 ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleiter umfasst das Team jetzt, nachdem neun Begleiter soeben ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Neue Spendenaktion am Start

Die wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen will am Freitag, 1. Juli, auch Physiotherapeutin Heidi Schütte unterstützen. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr wird sie in ihrer Praxis an der Lindenstraße 12a gegen eine Spende für den Hospizkreis Ganderkesee Massagen anbieten. Massagetermine sollten vorher telefonisch unter der Nummer (04222) 8899 vereinbart werden.