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Hospizkreis Ganderkesee-Hude Behutsamer Aufbruch zur Begleitung sterbender Kinder

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 09.12.2017, 18:04 Uhr

Mit Unterstützung der Bürger weitet der Hospizkreis Ganderkesee-Hude seine Arbeit aus. Die Begleitung sterbender Kinder erfordert besonderen Aufwand.

Im Februar 2018 schließen die ersten beiden Ehrenamtlichen des Hospizkreises Ganderkesee-Hude die Fortbildung für die Begleitung unheilbar erkrankter Kinder ab. Zwei weitere Ehrenamtliche befinden sich laut Linda Bahr, der Koordinatorin des Hospizkreises, mitten in der Fortbildung. „Wir gehen die neue Aufgabe der Sterbebegleitung für Kinder behutsam an“, betont Bahr. „Was wir machen, wollen wir ganz machen“, ergänzt die Hospizkreis-Vorsitzende Chris Peikert-Baramsky.

Tandems als Begleiter

Für die ambulante Kinderhospizbegleitung will der Hospizkreis grundsätzlich Tandems bilden. „Wir gehen davon aus, dass die Begleitung nicht wenige Wochen oder Monate, sondern Jahre dauert“, berichtet Peikert-Baramsky, „das hält eine einzelne Person nicht durch.“

Partyvolk als Unterstützer

Beeindruckt von der Hospizarbeit, haben Peter Breitkopf und Jens van Ellen am Sonnabend in den neuen Geschäftsräumen des Hospizkreises im Haus Rathausstraße 19 eine Spende in Höhe von 3500 Euro übergeben. Das ist der Erlös eines Diskoabends im Schützenhof Ganderkesee, bei dem die Hobby-Diskjockeys mit reicher Erfahrung bis zurück in jene Zeit die Stimmung mit heißen Hits vor allem aus den 1970-er Jahren angeheizt haben.

Ambulant und Stationär verknüpft

„Bisher habe ich das Laurentius-Hospiz und den Hospizkreis in einen Topf geworfen. Jetzt habe ich erfahren, dass die stationäre und die ambulante Hospizarbeit sich unterscheiden“, bekannte Breitkopf, „aber beide Bereiche sind wichtig.“ Es gebe unmittelbare Berührungspunkte, ergänzte Bahr: „Wir begleiten Sterbende weiter, wenn sie von zuhause ins Hospiz umziehen.“

Kostenlose Leistungen

„Trauercafé, Trauergruppe, Einzelbegleitung: Bei uns ist alles kostenlos“, stellt Peikert-Baramsky fest. Fast alles jedenfalls: Beim Vortrag Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht“ am Mittwoch 14. Februar, in Hude gibt es ein Frühstück, für das fünf Euro eingesammelt werden. Ebenfalls fünf Euro kostet der Besuch des Vortrags „Patient ohne Verfügung – Geschäft mit dem Lebensende“ am Freitag, 16. November, im Ganderkeseer Rathaus. Diesen Betrag sei ein Abend mit dem Palliativmediziner und Autoren Dr. Matthias Thöns allemal wert, sagt Peikert-Baramsky.