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Hospizkreis Ganderkesee-Hude Spaß mit „Ingo Oschmann & Friends“ für guten Zweck

Von Mareike Bader | 08.12.2017, 09:41 Uhr

Im Januar kommt Ingo Oschmann erneut nach Delmenhorst. Die Einnahmen gehen dann an den neuen ambulanten Kinderhospizdienst des Hospizkreises Hude-

Um den neuen ambulanten Kinderhospizdienst stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, hatte Linda Bahr vom Hospizkreis Ganderkesee-Hude die Idee, Ingo Oschmann um Unterstützung zu bitten. „Je mehr Menschen davon hören, desto besser“, sagt sie.

Oschmann war gleich dabei. Seine Agentur führte den Hospizkreis zur Delmenhorster Divarena. Und auch hier stieß sie auf große Unterstützung. „Wenn man ein gesundes Kind hat, kann man glücklich und dankbar sein“, sagt Christoph Becker, selbst Papa.

Comedy-Abend mit Gästen am 14. Januar 2018 in der Divarena

Am Sonntag, 14. Januar 2018, wird der Abend mit „Ingo Oschmann und Friends“ ab 19 Uhr in der Divarena stattfinden. Dafür wird der Comedian, der schon oft in Delmenhorst aufgetreten ist, drei prominente Überraschungsgäste mitbringen, die mit Musik und Comedy auftreten werden.

Damit leistet Ingo Oschmann dem neugegründeten ambulanten Kinderhospizdienst starke Starthilfe. Schon im November wurden bei einer Zaubershow in der Divarena fast 700 Euro gesammelt, was später auf 1000 Euro aufgestockt wurde.

Gemeinsam etwas Gutes tun

Wie bei der Zaubershow, verzichten Ingo Oschmann und die Divarena auf Gagen. „Es tun alle an einer Stelle gemeinsam etwas Gutes“, freut sich Bahr.

Einnahmen zur Ausbildung der Kinderhospiz-Betreuer

Das Geld ist unter anderem für die Ausbildung der ehrenamtlichen Betreuer wichtig, erklärt Linda Bahr. Zum sechsmonatigen Vorbereitungskurs für Sterbebegleitung kommen für den ambulanten Kinderhospizdienst ein sechs- bis achtmonatiger Kurs zur Familienberatung sowie eine monatliche Supervision. „Das ist ein Prozess im Endeffekt“, sagt Susanne Lebedinzew, die zusammen mit Sina Bachmann den ambulanten Kinderhospizdienst betreut.

Das Angebot soll im kommenden Jahr langsam aufgebaut werden, um den Hospizkreis selbst und auch die Betreuer nicht zu überfordern. „Wir stecken noch in den Kinderschuhen“, sagt Lebedinzew. Die ersten Anfragen gebe es bereits. Sie weiß, dass die Begleitung unheilbar kranker Kinder und deren Familie eine ganz andere psychische und besondere Belastung für alle darstellt.

Ambulanter Hospizdienst wichtig für Kinder

Der ambulante Hospizdienst sei bei Kindern sehr wichtig. Denn nur wenige Sterben in einem Hospiz. „Das ist mehr eine Erholungszeit für alle Beteiligten“, sagt Lebedinzew über die Zeit, die die kranken Kinder mit ihrer Familie dort verbringen können. Denn so eine Krankheit ist ein Schlag für alle. „Eigentlich ist es gegen die Natur, dass Kinder vor ihren Eltern sterben“, unterstreicht Bahr.