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Huder Flüchtlinge werden mobil Kulturhof richtet Fahrradwerkstatt ein

Von Reiner Haase | 10.06.2015, 15:35 Uhr

Regelmäßig an Montagen wird im Kulturhof eine Fahrradwerkstatt eingerichtet. Flüchtlinge reparieren sich dort Fahrräder.

Radtour statt Fußmarsch quer durch den Ort: Der Kulturhof macht in Hude lebende Flüchtlinge mobil. Regelmäßig an Montagen von 15 Uhr bis 18 Uhr wird in einer Fahrradwerkstatt an Drahteseln geschraubt. Zu den Nutzern zählen vor allem junge Leute aus Eritrea. Eritreer machen den Großteil der in Hude untergebrachten Flüchtlinge aus.

Initiator und Betreuer der Fahrradwerkstatt ist Frank Düvel aus dem Kulturhof-Team. Bei Begegnungen, unter anderem in den Pausen der Deutschkurse, die die regioVHS Ganderkesee-Hude regelmäßig im Kulturhof anbietet, seien Bemerkungen zu den teils weiten Wegstrecken zwischen den Wohnungen und den Einkaufsstätten und sonstigen Anlaufstellen gefallen.

Düvel versteht das noch junge Angebot in der Begegnungsstätte als „Hilfe zur Selbsthilfe“: Der Kulturhof stellt das Werkzeug und, falls nicht mitgebracht, das Kleinmaterial. Den Schraubenschlüssel, das Flickzeug und die Luftpumpe nehmen die künftigen Nutzer der Fahrräder selbst in die Hand. „Wenn es Probleme gibt, helfe ich, so gut ich das kann“, erklärt der Kulturhof-Mitarbeiter.

Besuchern des Kulturhofs sind Flüchtlingskinder aufgefallen, die zwischen der Wohnung und der Schule weite Fußwege zurücklegen. Auch für sie könnten in der Werkstatt des Kulturhofs Räder fahrtüchtig gemacht werden. Kulturhof-Leiterin Anja Peters weist darauf hin, dass gespendete Fahrräder mit nicht allzu großen Macken willkommen sind. Der Kulturhof ist unter Telefon (04408) 92 56 zu erreichen.