Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Humoristischer Rundumschlag Hans Gerzlich überzeugt mit Büro-Kabarett in Ganderkesee

Von Jasmin Johannsen | 24.03.2017, 13:00 Uhr

„Das was für den Fußballer eine Schwalbe ist, ist für den Chef das Burnout!“ Der Kabarettist Hans Gerzlich erntete am Donnerstagabend mit seinem humoristischen Rundumschlag in der Mensa des Schulzentrums Ganderkesee viel Applaus.

Ob Politik oder Büroalltag: Gerzlich erklärt, was in unserer Gesellschaft falsch läuft und liefert die Verbesserungsvorschläge gleich mit.

Wirtschaftskabarettist

Der Wirtschaftskabarettist war nach Ganderkesee gekommen, um sein Programm „So kann ich nicht arbeiten!“ im Rahmen der „Kabarett-Frühjahrssaison“ der regioVHS vorzustellen.

Die rund 70 Zuschauer zeigten sich von dem trockenen Humor, den bissigen Sprüchen und den rasanten Themenwechseln begeistert.

Treffsichere Pointen

Die ersten treffsicheren Pointen ließen nicht lange auf sich warten, als Gerzlich die Bühne betrat.

Ganz ohne schmückendes Beiwerk zog er das Publikum mit einer perfekten Mischung aus Anspruch und Unterhaltung in seinen Bann. Gerzlich, Diplom-Ökonom und ehemaliger Marketing-Referent eines großen Energieversorgers, kennt sich aus mit den Tücken der Arbeitswelt.

Immer bereit

In Zeiten, in denen der Arbeitnehmer immer erreichbar und unbedingt multitaskingfähig sein muss, prophezeit Gerzlich das Burnout als neue Volkskrankheit. Dagegen helfe nur eine große Portion Humor.

„Halten sie sich beim Schlendern über den Flur eine Banane ans Ohr und tun sie so, als würden sie telefonieren! Das lockert das Ganze etwas auf.“

Scharfe Spitzen

Scharfe Spitzen schoss Gerzlich dagegen in Richtung politische Elite und erntete damit besonders viele Lacher. So ließ er an Angela Merkel kein gutes Haar. „Ihr Politikkurs ist in etwa so gradlinig wie Harald Juhnkes Heimweg in seinen besten Zeiten“, war da noch der harmloseste Spruch. Dabei setzt Gerzlich sich vehement für die Frauenquote ein und zeigt sich überzeugt, dass der Berliner Flughafen schon längst in Betrieb wäre, wenn eine Frau die Oberaufsicht führen würde. „Das hätte die am Vormittag erledigt, damit am Nachmittag noch Zeit für die Bügelwäsche ist!“

Für den Arbeitsalltag gab Gerzlich seinem Publikum noch einen wertvollen Tipp an die Hand.

Den Humor nicht vergessen

Es sei ganz wichtig, den Humor im Büro nicht zu vergessen. Der Kabarettist empfiehlt: „Einfach mal den Job des Vorgesetzten in der Zeitung ausschreiben – Dann gibt’s richtig was zu lachen!“