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Im Zeichen von Frauenhut und Zierapfel Herbstliche Farben bei Gartenkultour in Bergedorf und Dötlingen

Von Alexander Schnackenburg | 04.10.2015, 13:14 Uhr

Bei sommerlichen Temperaturen waren am Samstag viele Gartenfreunde bei der inzwischen traditionellen Veranstaltung Gartenkultour in Bergedorf und Dötlingen unterwegs. Bei Familie Tönjes wurde außerdem über die heimische Tierwelt informiert.

Zieräpfel haben es der Familie Tönjes in Bergedorf offensichtlich angetan. Überall im Garten stehen die schmucken Bäume mit den kräftig leuchtenden, aber eben etwas kleinen Früchten. Und das, obwohl die Familie den Garten ansonsten sorgfältig thematisch gegliedert hat. „Man kann die kleinen Äpfel wunderbar zu Sirup machen“, verriet Heinz-Werner Tönjes am Samstag seinen Gästen. „Unsere Stauden-Oase“, wie sich der 8000 Quadratmeter große Garten der Bergedorfer Familie nennt, stand neben sechs weiteren Gärten im Zuge der Dötlinger Gartenkultour zur Besichtigung offen.

Großer Publikumszuspruch

„Bei uns ist es herbstlich, farbig, feurig, anregend“ lautete dieses Mal das Motto zur großen Schau der Gärten wie der Höfe in der Region. Bereits zu früher Mittagsstunde registrierten die Veranstalter „reges Treiben“, wie sich etwa die Künstlerin Anne Hollmann ausdrückte. Sie hatte ihren Skulpturengarten in Dötlingen-Ostrittrum geöffnet und führte den enormen Publikumszuspruch bescheiden auf das günstige Wetter zurück. Tatsächlich konnte sich, wer mochte, auch ohne Jacke auf eine der einladenden Terrassen setzen und den Blick ins Grüne genießen, ohne zu frieren.

Sehr zufrieden mit dem kompletten Jahr

Heinz-Werner Tönjes zeigte sich indes nicht allein mit dem Wetter am Samstag zufrieden, sondern lobte das komplette Jahr: „So sind die ganzen Pflanzen noch nie gewachsen“, erklärte er mit Blick auf Frauenmantel, Frauenhut und Storchschnabel sowie auf weitere Staudengewächse und fügte umgehend hinzu, dass er seine Pflanzen grundsätzlich nicht wässere. Wer seinen Garten mit Sinn und Verstand anlege, darauf achte, welche Pflanze welchen Boden benötige, müsse zu derartigen Tricks nicht greifen. Erst im Jahr 2003 hätten seine Frau und er den Garten angelegt – kaum zu glauben, so deutlich, wie sich die Obstbäume, Ziergehölze, der Teich und die übrigen Pflanzen des Ehepaars von der übrigen Landschaft abheben.

Informationen über eine bunte Tierwelt

Wobei auch diese „übrige Landschaft“ eine Menge zu bieten hat: beispielsweise eine bunte Tierwelt. Rainer Grosenik von der Landesjägerschaft Oldenburg-Delmenhorst hatte die Gunst der Stunde genutzt und ein Info-Mobil der Jäger bei Tönjes aufgebaut: mit ausgestopften Tieren wie Greifvögeln, einem Fischotter, einem Fuchs, einem Wildschwein und vielen anderen Arten, die bei uns leben. „Es ist doch wichtig, dass die Leute einen Bezug zu unserer Flora und Fauna behalten!“, erklärte er dazu. Grosenik möchte die Öffentlichkeitsarbeit des Hegerings Ganderkesee vorantreiben.