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Info- und Dokuzentrum Stedingsehre Auch gewünschter Eröffnungstermin im September wackelt

Von Thomas Deeken | 07.01.2019, 19:31 Uhr

Beim Informations- und Dokumentationszentrum Stedingsehre in Bookholzberg müssen sich die Mitglieder des Fördervereins weiter in Geduld üben. Fest steht: Der zuletzt erhoffte Eröffnungstermin im Mai 2019 kann nicht gehalten werden. Die nächste Idee: September zum Denkmalstag.

Die Eröffnung des geplanten Informations- und Dokumentationszentrums (IDZ) zur Freilichtbühne Stedingsehre in Bookholzberg wird sich weiter verzögern. Liebäugelten die Mitglieder des Fördervereins vor ein paar Monaten noch mit einer Eröffnung zum Internationalen Museumstag am 19. Mai dieses Jahres, so soll laut Fördervereinsvorsitzendem Dietmar Mietrach inzwischen der Tag des offenen Denkmals am 8. September angepeilt werden. Und auch dieser Termin wackelt bedenklich. „Vielleicht kann an dem Tag schon mal eine Veranstaltung stattfinden“, sagt Erster Gemeinderat Rainer Lange auf Anfrage unserer Zeitung. An eine komplette Fertigstellung glaubt er allerdings nicht. Der Grund: Die Gemeinde befinde sich nach wie vor in Gesprächen mit der Stiftung des Landes Niedersachsen für berufliche Rehabilitation, der das denkmalgeschützte Haus im Spieldorf gehört, das gekauft werden soll. Außerdem gebe es nach wie vor keinen politischen Beschluss in der Gemeinde Ganderkesee.

Neuer Verhandlungspartner

Verhandlungspartner für die Gemeinde ist Lange zufolge die Geschäftsführung der Firma „Inn-tegrativ“, Rechtsnachfolger des Berufsförderungswerks. Zuständig sei allerdings nicht mehr Jörg Barlsen, mit dem jahrelang verhandelt wurde, sondern sein Nachfolger Lars Pallinger, der allerdings erst zum 2. Januar dieses Jahres neuer Geschäftsführer geworden ist. „Wir wollen uns aber sehr zeitnah zusammensetzen“, bestätigen Pallinger und der Erste Gemeinderat. Er hoffe auf eine schnelle Lösung, um der Politik noch im ersten Quartal dieses Jahres einen Plan vorstellen zu können, so der Wunsch Langes.

Gebäude 21 muss saniert werden

Sollte es am Ende eine Einigung geben, wie Lange auch glaubt, müsse nach einer Entscheidung im Rat der Gemeinde eine Ausschreibung erfolgen, weil das Haus 21, das sich hinter dem Haus Ems in der Nähe des Eingangsbereichs Jasminstraße befindet, saniert werden müsse. Da gehe es unter anderem um die Außenfassade, das Reetdach und die Fenster.

Planungsbüro beauftragt

Der Förderverein hat nach Angaben seines Vorsitzenden Mietrach wegen der Gestaltung im Innern des Hauses unterdessen vor Weihnachten schon mal ein Planungsbüro beauftragt. Ein erster Entwurf soll Ende Januar in der Workshoprunde mit Experten aus dem Förderverein und Mitgliedern des Arbeitskreises Stedingsehre vorgestellt werden.

Mehrere themenbezogene Präsentationen möglich

Das Gebäude liege im Spieldorf zwar etwas abseits. Die Vorteile gegenüber Haus elf gleich rechts hinter der ortsbildprägenden Brücke auf dem Stedingsehre-Gelände, das zuerst favorisiert wurde, aber künftig anders genutzt werden soll: Das Fachwerkhaus hat einen Keller, der als Lagerraum genutzt werden könne, eine separate Heizung und eine Toilette. Außerdem gibt es Mietrach zufolge im Obergeschoss weitere Abstellmöglichkeiten. Darüber hinaus verfügt das Gebäude nicht nur über einen großen Raum, sondern über fünf Räume für themenbezogene Präsentationen.