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Informationszentrum Stedingsehre Blick auf Doku-Zentrum in Bookholzberg klärt sich

Von Reiner Haase, Reiner Haase | 18.09.2017, 19:52 Uhr

Die Dokumentationsstätte Stedingsehre in Bookholzberg soll 5000 Euro mehr kosten als bisher geplant. Der Trägerverein kann damit gut leben.

5000 Euro mehr als bisher geplant für die Ausstattung des Informationszentrums Freilichtbühne Bookholzberg: Diese Summe erschüttert die Zuversicht des Vorsitzenden des Fördervereins Dietmar Mietrach nicht. „Wir haben unsere bisherige Kostenschätzung ungefähr bestätigt bekommen. Das Fachbüro für Museumsgestaltung Gössel und Partner aus Bremen hat unsere Schätzung von 87.000 Euro unter die Lupe genommen und ist auf 92.000 Euro gekommen. Das kriegen wir mit schon eingegangenen Spenden und in Aussicht gestellten Fördergeldern auf die Reihe“, so Mietrach.

Renommiertes Fachbüro

Das Gössel-Gutachten könne der Förderverein als Türöffner benutzen, ist der Vereinsvorsitzende überzeugt. „Am letzten Donnerstag haben wir bei der Leader-Aktionsgruppe Wildeshauser Geest um Unterstützung geworben. Dort ist es sehr begrüßt worden, dass wir die renommierten und verlässlichen Fachleute eingeschaltet haben“, berichtet er.

Komplette Erstausstattung

Das Bremer Fachbüro kalkuliert mit 92.000 Euro für die komplette Erstausstattung. Mit der Summe können laut Mietrach Stelen mit Informationen, Vitrinen, Beschriftungen, Dokumentationsmaterial und Gestühl vor und in dem Haus 11 des Spieldorfs Stedingsehre auf dem Gelände des Berufsförderungswerks Bookholzberg angeschafft werden.

Jugendbildungsstätte als Ziel

„Perspektivisch soll das Informationszentrum auch eine Bildungsstätte für die Jugend werden“, erläutert Mietrach. Als Einzugsbereich benennt er den ganzen Landkreis Oldenburg, die südliche Wesermarsch und die Stadt Delmenhorst. „Zu unseren Absichten passt, dass Hude schon einen Jugendaustausch mit Polen hat und in Ganderkesee ein solcher Jugendaustausch angebahnt wird“, ergänzt er. Über kurz oder lang könne ein zweites oder drittes Haus des Spieldorfs hinzukommen.

Plattform verschafft Überblick

Von der Geschäftsführung des Berufsförderungswerks hat der Förderverein laut Mietrach grünes Licht für einen Weg entlang der Oberkante der Tribüne des ehemaligen Freilichttheaters signalisiert bekommen. „Die Tribüne kann wegen der Mängel in der Bausubstanz nicht geöffnet werden. Aber wir können eine Plattform mit guter Übersicht bekommen“, sagt Mietrach. Den einst möglichen weiten Blick in die Wesermarsch versperren allerdings inzwischen hoch aufgeschossene Bäume.

Bautrupp aus LEB-Projekt

Mietrach kann sich gut vorstellen, dass junge Leute eines Werkstattprojekts in Ganderkesee in den Bau des Weges und des Aussichtsplatzes eingespannt werden. „Wir haben das bei der ländlichen Erwachsenenbildung als Projektträger vorbesprochen“, berichtet er.