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Initiative „Alleen entsteh’n“ 70 Bäume an Kreisstraßen in Ganderkesee gepflanzt

Von Dirk Hamm | 19.12.2016, 18:19 Uhr

Mit einer zweiten von ihm initiierten Baumpflanzaktion ist der Fuhrenkamp-Schutzverein seinem Ziel nähergekommen, den Baumbestand an verschiedenen Straßen im Ganderkeseer Gemeindegebiet aufzufüllen.

Zumindest halbseitig sollen so Alleen entstehen oder erhalten bleiben. In der vergangenen Woche sind dazu von Mitarbeitern der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Auftrag des Landkreises Oldenburg 45 junge Eichen entlang der Radwegseite der Bergedorfer Landstraße zwischen Ganderkesee und Steinkimmen gepflanzt und 25 Birken an der Hengsterholzer Straße zwischen Immer und Hengsterholz in die Erde gesetzt worden.

Private Stiftung ermöglicht Anschaffung der Bäume

Die Arbeitsgemeinschaft „Alleen entsteh’n“ des Fuhrenkamp-Schutzvereins hatte bereits im vorigen Jahr den Anstoß zu einer ersten Pflanzaktion mit 65 Birken entlang der Birkenheider Allee gegeben. Die Kosten für die Beschaffung der Jungbäume trug jeweils die Stiftung des Dötlinger Unternehmers Heinz Wieker, dem Landkreis obliegt die Finanzierung der Anpflanzung sowie der notwendigen Bewässerung und Pflege der Eichen und Birken in den ersten drei Jahren.

Bereits seit vier Jahren besteht nach Angaben von Dieter Hahn, Leiter des Amtes für Bodenschutz und Abfallwirtschaft beim Landkreis Oldenburg, die Zusammenarbeit mit der Wieker-Stiftung. Mit deren Unterstützung seien seit 2013 insgesamt rund 800 Bäume im Gebiet des Landkreises angepflanzt worden. Unter anderem sei an fünf Gemeindestraßen in Dötlingen gebuddelt, gesetzt und gewässert worden.

Einvernehmen mit Landwirten vor Pflanzungen gesucht

Wichtig sei es, so Hahn, im Vorfeld der Pflanzungen die oftmals skeptischen Bauern vor Ort mitzunehmen: „Ein Landwirt ist zum Beispiel nicht glücklich, wenn die Bäume Schatten auf seine Flächen werfen.“ In Dötlingen sei es unter Einbeziehung der Bezirksvorsteher und im Gespräch mit den Landwirten gelungen, gemeinsam für alle Seiten akzeptable Standorte für die Bäume zu finden.

Ecco Eichhorn vom Fuhrenkamp-Schutzverein wünscht sich, dass auch in den kommenden Jahren weitere Baumpflanzaktionen in Ganderkesee möglich sind. Das sei aber nicht so einfach, wegen der Sicherheitsvorschriften zum Schutz der Autofahrer. So muss laut Hahn an einer Straße mit Tempo 70 ein seitlicher Abstand von 4,50 Meter zwischen der Fahrbahn und dem Baum eingehalten werden.

Bäume binden Treibhausgas Kohlendioxid

Eine Ausnahmeregelung erleichtere aber das Auffüllen von Lücken im bestehenden Baumbestand: Sind diese kleiner als 100 Meter, kann der Mindestabstand unterschritten werden.

„Bäume sind die besten Kohlendioxid-Killer, wir können davon nicht genug haben“, ist Ecco Eichhorn überzeugt. Und verweist auf eine Umwelt-Statistik: Sechs Kilogramm des Treibhausgases Kohlendioxid schlucke ein Baum pro Jahr.