Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Insolvenz abgewendet Beim Ganderkeseer Tennisverein geht Betrieb weiter

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 22.03.2017, 17:32 Uhr

Das Insolvenzverfahren gegen den Ganderkeseer Tennisverein (GTV) ist abgewendet, der Betrieb am Schlutterweg kann weiterlaufen. Das hat der kommissarische Vorsitzende Patrick Jersch am Mittwoch mitgeteilt.

Der Verein habe am Dienstag eine Vereinbarung mit Carsten Weyhausen, Verpächter der GTV-Anlage, geschlossen, die dem Verein das Fortbestehen ermöglicht. Nähere Details wollten weder Jersch noch der Verpächter nennen. „Wir können erst einmal durchatmen. Ein wichtiger Schritt ist getan. Und wir sind froh, dass wir weitermachen können“, sagte der Vorstandschef. Von Erleichterung könne derzeit aber noch keine Rede sein. Schließlich sitze das vierköpfige Kompetenzteam, das in den vergangenen Monaten den Verein geführt hat, „auf einem Berg von Arbeit“.

Der GTV war in den vergangenen Jahren in eine finanzielle Schieflage geraten. Jersch hatte dann im September des vergangenen Jahres die Reißleine gezogen und für den Verein einen Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit gestellt, nachdem er sich mit Weyhausen nicht über die Zahlung von Pachtrückständen einigen konnte. Dabei ging es um einen Betrag in sechsstelliger Höhe, eine genaue Zahl wollte der kommissarische Vorsitzende nicht sagen.

Jersch konzentriert sich auf Zukunft des Vereins

Er danke dem Verpächter sowie dem Insolvenzverwalter Stefan Hinrichs von der Sozietät Wutzke & Förster in Oldenburg und konzentriere sich jetzt auf die Zukunft des Vereins, betonte Jersch. Er werde mit der neuen Führung des Vereins alles tun, um diese Lifetime-Sportart „hoffentlich für die Ewigkeit“ in Ganderkesee zu erhalten. Ob er selbst noch zum Vorstand gehören wird, ließ er allerdings offen.

Neuwahlen des Vorstandes am 30. März

Wer zum neuen Team mit Vorsitzendem, Stellvertreter und Kassenwart gehört, entscheidet sich bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 30. März, 20 Uhr. Dafür gebe es auch wohl schon Kandidaten. Im Übrigen sei es besser, dass jemand den Verein führt, der auch öfter vor Ort ist, so der 31-Jährige, der in Stuhr wohnt und in Hamburg studiert. Er werde aber auf jeden Fall weiterhin als Trainer mit dabei sein und auch andere Arbeiten für den Verein übernehmen, versicherte Jersch.

70 Kinder und Jugendliche im Verein

Die nächsten Pläne: Bis Mitte April sollen erst einmal sieben der zehn Plätze hergerichtet werden, damit alle 220 Mitglieder einschließlich der vier Erwachsenen- und zwei Jugend-Punktspielteams draußen Tennis spielen können. Der Verein werde weiterhin die derzeit 70 Kinder und Jugendlichen fördern. Und es soll noch mehr Feiern als im vergangenen Jahr geben, als das Bistro 35 Mal gebucht wurde. Darüber hinaus gelte es, die Mitglieder zu halten und neue anzuwerben. Dafür sei auch wieder ein Tag der offenen Tür zum Saisonstart vorgesehen. Die Organisation liege dann allerdings in der Hand des neuen Vorstandes.

 Mehr lesen Sie auch hier.