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Integration von Flüchtlingen Reise führt Neubürger in Ganderkesee zu Höfen und Industrie

Von Thorsten Konkel, Thorsten Konkel | 23.10.2016, 21:06 Uhr

Eine zweite Busrundfahrt für die in der Gemeinde lebenden Flüchtlinge hat der Fuhrenkamp Schutzverein am Sonntagvormittag gemeinsam mit den örtlichen Flüchtlingshelfern und Alt-Bürgermeister Gerold Sprung organisiert.

Eine ähnlich Tour hatte die Neubürger bereits Anfang August durch die Gemeinde geführt. Nachdem die rund 40 Zuzügler damals zunächst ihnen bisher unbekannte, aber bedeutsame Stätten in der großflächigen Gemeinde Ganderkesee kennengelernt hatten, ging es am Sonntag vor allem um Industriestandorte und Landwirtschaft.

Beitrag zur Integration

„Wir möchten unseren Beitrag dazu leisten, unsere Flüchtlinge zu integrieren“, betonte Hartmut Lambracht vom Fuhrenkamp Schutzverein. Darum hatten die Naturschützer ein weiteres Mal sowohl die Kosten für den Bus als auch für Getränke beim anschließenden Beisammensein im evangelisch-lutherischen Gemeindehaus übernommen. Dass die Flüchtlinge gerne schnell in Arbeit kommen möchten, machte Gerold Sprung klar. Der Alt-Bürgermeister gab auch diesmal wieder den Reiseleiter, während Diakonie-Sozialarbeiterin Sandra Baba als Übersetzerin auftrat.

Erstaunen über Gewerbe und Industrie

„Die Flüchtlinge sind ganz erstaunt, dass es hier so viel Gewerbe und Industrie gibt, dort könnten sie vielleicht unterkommen“, so Sprung.

Rund zweieinhalb Stunden lang brachten der Alt-Bürgermeister und Baba den Ausflüglern die örtliche Infrastruktur mit Industrie- und Gewerbestandorten sowie die örtliche Landwirtschaft nahe. So stand die Atlas Maschinenfabrik an der Atlasstraße ebenso auf dem Fahrplan wie der Flugplatz Ganderkesee sowie unterschiedliche Gewerbegebiete. Aber auch durch Steinkimmen, Falkenburg und entlang des Heidenwalls ging die Fahrt.

Hof Osterloh besucht

Ein Höhepunkt des Ausflugs bot der Besuch des Hofs Osterloh. „Moderne Landwirtschaft ist vielen Flüchtlingen völlig unbekannt“, verriet Sprung. Ausführlich erläuterte Onno Osterloh den Besuchern auf seinem Hof, wie heute Lebensmittel produziert werden. Nach der zweieinhalbstündigen Fahrt gab es für die Teilnehmer im Gemeindehaus am Ring viel zu erzählen und zu reflektieren.