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Interview mit „WiB“-Chef Mietrach Dickes Lob für neuen Wochenmarkt in Bookholzberg

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 24.12.2016, 08:44 Uhr

Beim neuen Wochenmarkt in Bookholzberg läuft alles rund. Es gab aber wegen der Bauarbeiten am Bahnhof und an der Ortsdurchfahrt auch viel Ärger im Ort. Das hat Dietmar Mietrach, Vorsitzender des Vereins „Wir in Bookholzberg“ (WiB), im Interview mit dem Delmenhorster Kreisblatt betont.

 Herr Mietrach, worüber haben Sie sich als Bookholzberger in diesem Jahr am meisten gefreut?

Dietmar Mietrach, Vorsitzender des Vereins „Wir in Bookholzberg“: Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass die Straße Zur Rampe saniert worden ist. Das ist zum Beispiel wichtig für unser Bobbycar-Rennen, das wir Mitte August wieder mal veranstalten wollen. Positiv war auch das Ende der Arbeiten an der Ortsdurchfahrt und an der Deponie.

 Was wünschen Sie sich denn dort künftig?

Dass die Deponie von der Bevölkerung genutzt werden kann, dass Rad- und Fußwege entstehen, möglicherweise mit einer Verbindung von der Wolfskammer über die Bahngleise durchs neue Baugebiet „Bargup“ hin zum Bahnhof. Ich kann mir auch einen Aussichtsturm aus Holz am höchsten Punkt der Fläche, am Pappelweg, vorstellen. Von dort hätte man einen tollen Ausblick ins Weser-Urstromtal.

 Und wie sehen Sie die Arbeiten an der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt im Rückblick genau?

Die Straße selbst macht einen guten Eindruck. Vor allem die vier Querungen sind von den Bookholzbergern positiv aufgenommen worden. Sie haben nicht mehr so viel Angst, über die breite Straße zu gehen. Ärgerlich war aber die viel zu lange Bauzeit. Es hat wegen der Sperrung der Straße und der Umleitung viele Klagen und auch finanzielle Einbußen bei den Kaufleuten gegeben. Manchmal war nur eine Kolonne mit drei Leuten im Einsatz. Darüber haben sich viele Bookholzberger mächtig geärgert. Genauso wie über die Schäden und die Verkehrsbelastung auf der Straße Übern Berg, die als Umleitungsstrecke genutzt wurde.

 Was hat Sie außerdem geärgert?

Dass die Nutzhorner Straße zwischen Technischem Hilfswerk und Ortseingang Bookholzberg anscheinend nicht saniert werden soll, obwohl die vor allem von den Lastern, die Richtung Deponie fuhren, kaputt gefahren ist. Ich hatte damit gerechnet, dass die Straße im Zuge der Sanierung Zur Rampe gleich mit ausgebessert wird. Ein großes Ärgernis war auch die viel zu lange Bauzeit am Bahnhof. Das hätte man schneller hinkriegen können. Außerdem ist die Lärmschutzwand immer noch nicht komplett aufgestellt. Und wir kommen beim Zughalt im Halbstundentakt nicht weiter.

 Sind Sie denn zumindest froh darüber, dass beim Baugebiet „Bargup“ endlich Fahrt aufgenommen wird?

Auch da dauert die Entwicklung viel zu lange. Das Projekt wurde vor vielen Jahren zeitgleich mit dem Baugebiet Neddenhüsen angeschoben, das jetzt schon bebaut ist. Man hat das Gefühl, dass Ganderkesee bevorzugt wird. Aber jetzt liegt der Bebauungsplan aus. Und ich hoffe, dass es zügig vorangeht.

 Seit Ende November gibt es wieder einen Wochenmarkt im Ortszentrum. Läuft da alles rund?

Das ist sehr positiv aufgenommen worden, sowohl von den Bürgern als auch von den Marktbeschickern. Von mir ein dickes Lob an Mitorganisator Peter Hasselberg und an die Gemeinde, die schnell gehandelt hat, damit wir den Markt auf die Beine stellen können. Uns fehlen aber noch Stände mit Käse, Fleischwaren und Honig. Je mehr da sind, desto mehr Kundschaft. Auch diejenigen, die in die Wesermarsch fahren, halten bei uns in Bookholzberg an.

Ausblick auf 2017: Was sollte unbedingt angepackt werden?

„Bargup“ ist wichtig, weil die Bookholzberger auf bezahlbare Wohnungen und auf Grundstücke für Einfamilienhäuser warten. Dazu gehört ein Netto-Markt – so wie in Elmeloh, wo er von der Bevölkerung übrigens sehr gut angenommen wird. Und wir hoffen für 2017/18 auf eine neue Kindertagesstätte. Das Geld ist schon im Haushalt eingestellt. Außerdem gibt es noch eher kleinere Wünsche: Der Bereich beim Bürgerbüro könnte deutlich verschönert werden. Es müsste ein offizielles Kirchplatz-Schild geben. Und die Bushaltestelle in Höhe Friedensweg sowie der Bürgerbus-Halt an der Volksbank müssten überdacht werden.