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Investition von 20 Millionen Euro Amazone-Werke in Altmoorhausen weihen neue Lackieranlage ein

Von Kristina Müller | 07.04.2017, 20:24 Uhr

Nach mehreren Jahren Planungs- und Bauzeit heute die große Einweihung: Die 20 Millionen Euro teure Lackiererei der Amazone-Werke in Altmoorhausen wurde nun fertiggestellt.

„Was lange währt, wird endlich gut“, rekapituliert Dr. Stephan Evers, Produktionsleiter und Werksleiter in Hude. Denn nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde mit der neuen Lackieranlage die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte der Amazone-Werke in Altmoorhausen heute feierlich eröffnet.

Die ersten Entwürfe habe es bereits 2008 gegeben, erinnert sich Evers. 2012 wurden dann die konkreten Planungen aufgenommen und im Oktober 2013 die Investition von der Geschäftsleitung genehmigt. Den Startschuss gab die Vertragsschließung mit der Firma Eisenmann im März 2014.

Umweltfreundlich

„Das ist eine hochwertige Lackiermaschine, die für den aktuell bestmöglichsten Stand der Technik aber auch für Umweltschutz steht“, betont Evers. Denn früher, so erklärt er, wurden Lacke mit Lösungsmitteln verwendet, während heute auf wasserbasierte Lacke gesetzt wird.

Für Geschäftsführer Christian Dreyer sind neben dem Umweltschutz auch die Weiterentwicklung der Qualität und die Steigerung der Produktivität wichtig. „Es geht um einen gewaltigen Schritt in die Zukunft“, betont er. Bisher habe das Unternehmen 32 Millionen in den Standort investiert, davon allein 20 Millionen in die neue Anlage. Dabei sei der Standort noch auf eine Erweiterung ausgelegt, deshalb „können wir uns vorstellen, auch in Zukunft Arbeitsplätze zu schaffen“, so Dreyer. Allein in Altmoorhausen sind 200 Mitarbeiter beschäftigt, in Hude sind es etwa 400.

„Bekenntnis für den Standort“

Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew freut sich, dass Amazone der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Hude und auch der größte Auftraggeber in der Region ist und bleibt. „Die Amazone-Werke geben mit diesem Projekt ein Bekenntnis für diesen Standort“, freut sich der Bürgermeister.

Für Carsten Harings, Landrat des Kreises Oldenburg, ist das Unternehmen dort nicht mehr wegzudenken. „Die Amazone-Werke haben für den Landkreis Oldenburg aber auch überregional eine besondere Beudeutung“, sagt er. Dieses große Projekt mit der neuen Lackiererei stärke das Unternehmen im internationalen Wettbewerb und auch den Ruf der Gemeinde Hude als innovativer Investitionspartner.

Neueste Technik

Die Dimensionen der neuen Anlage machte Bruno Geiger von Firma Eisenmann deutlich: 18 Tauchbecken, 800 Tonnen Stahl auf einer Grundfläche von einem Fußballfeld in der Höhe von einem vierstöckigen Gebäude. Und dabei sei in der Maschine die neueste Prozess- und Steuerungstechnik integriert.