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Irene Schlawin übernimmt Simeonkreis Neue Ganderkeseer Pastorin kümmert sich vor allem um Senioren

Von Thomas Deeken, Thomas Deeken | 12.05.2016, 19:44 Uhr

Sie wollte schon immer in den Norden, jetzt ist sie in der Gemeinde Ganderkesee angekommen: Pastorin Irene Schlawin. Zu ihren Schwerpunktthemen wird künftig die Seniorenarbeit gehören.

Sie müsse noch viel lernen: Namen und Gesichter merken, das System des Konfirmandenunterrichts verinnerlichen – und wie es so bei Geburtstagsbesuchen und Ehejubiläen läuft. Das sagt Irene Schlawin , die seit 1. Mai als Nachfolgerin von Pastor Michael Kalisch in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ganderkesee tätig ist. Nach 28 Jahren Kirchenarbeit in Hückelhoven bei Mönchengladbach, nahe der holländischen Grenze, wollte sie etwas Neues auf die Beine stellen, gab ihre feste Pastorinnenstelle auf und zog mit ihrem Mann Thomas Görlich dort hin, wo sie „im dritten Lebensabschnitt“ schon immer hin wollte: in den Norden.

Leitung des Seniorenkreises übernommen

„Ich lasse zwar viel zurück. Aber ich weiß auch: Hier bin ich richtig“, erklärt die 54-Jährige, die sich künftig schwerpunktmäßig um die Bereiche offene Kirche und Seniorenarbeit kümmern soll. So hat sie am Donnerstagnachmittag beispielsweise von Horst Plewka die Leitung des Seniorenkreises übernommen, der unter dem Namen Simeonkreis regelmäßig alle 14 Tage donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr im Gemeindehaus zusammenkommt. Für Plewka, der den Kreis lange Zeit ehrenamtlich führte, gab es viel Lob und ein kleines Präsent von der neuen Pastorin, die sich aber nicht nur auf die Arbeit mit Senioren freut: „In unserem Beruf haben wir ja generationsübergreifend alles – von der Taufe bis zum Tod.“

Schöne und traurige Momente

Ihr erstes Fazit nach den ersten zwei Wochen in Ganderkesee: Mit den beiden Kolleginnen Susanne Bruns und Uta Brahms passe alles sehr gut, alle Menschen würden ihr sehr freundlich begegnen und erste richtig schöne Momente, aber auch traurige habe es bereits gegeben. So habe sie „einen total schönen“ Premieren-Gottesdienst an Christi Himmelfahrt im Pfarrgarten des Gemeindehauses gefeiert, aber auch schon Trauergespräche nach einem tödlichen Unfall eines jungen Mannes geführt, der vielen im Ort bekannt gewesen sei.

Einzug ins Pfarrhaus steht bevor

Ihre nächsten Aufgaben: Tauferinnerungsgottesdienst für die künftigen Schulkinder am Pfingstmontag, Ende Mai raus der kleinen Ferienwohnung ins renovierte Pfarrhaus Am Knick, in dem einst Pastor Eckhard Dreyer wohnte, und hoffen, dass ihr Mann bei der Jobsuche fündig wird. Schließlich hatte er seine feste Arbeitsstelle in der Reitstiefelproduktion einfach aufgegeben, um seiner Frau in den Norden folgen zu können.

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