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Jahresgabe im Kulturhaus Müller Heider Künstler verabschiedet sich mit „Friederikeneiche“

Von Johannes Giewald, Johannes Giewald | 11.12.2016, 14:36 Uhr

Die besondere Bedeutung dieses Werkes untermalt Gerhard Juchem damit, dass er es sein „Hundertguldenblatt“ nennt: Diese Bezeichnung für ein wertvolles Werk Rembrandts trifft für den Heider Künstler auf seine „Friederikeneiche im Hasbruch“ zu.

Die Radierung ist am Samstag dem Freundeskreis des Kulturhauses Müller zu dessen Adventsfeier als Jahresgabe überreicht worden. Gerhard Juchem hatte vom April bis Juni im Kulturhaus Werke unter dem Titel „Loslassen“ ausgestellt. Mit dieser Schau hatte der 89-Jährige beschlossen, sich aufgrund seines Alters aus der öffentlichen Kunst zurückzuziehen.

Das Überreichen der Jahresgabe am Samstag im Kulturhaus Müller war damit auch so etwas wie ein Abschied für ihn. „Als Vollblutkünstler wird man sich von der Kunst nicht einfach lossagen können“, prognostizierte Hannes Bogun vom Freundeskreis.

Jedes Jahr schließt der Kunstverein sein Kunstjahr mit der Übergabe des Werkes eines Künstlers, der im abgelaufenen Jahr im Haus ausgestellt hat. In zwölffacher Ausfertigung ist die „Friederikeneiche im Hasbruch“ von Juchem für die Mitglieder zum Erwerb als Druck vervielfältigt worden. „Die Radierung erlebt derzeit eine Renaissance“, erklärt der Künstler. Sie seine eine sehr aufwendige Kunstform.

Schauspieler liest Dickens Weihnachtsgeschichte

Zum Betrachten und Meditieren lade die Darstellung der zweitältesten Eiche Deutschlands ein. „In dem Werk lassen sich viele Gesichter erkennen“, erklärte Juchem. Nach dem Überreichen er Jahresgabe lauschten die Mitglieder des Freundeskreises der Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens von Mister Scroodge und den drei Geistern der Weihnacht. Vortragen wurde sie vom Schauspieler Benedikt Vermeer, der den Literaturkeller im Bremer Viertel leitet.